St. Jakob Kirche

St. Jakob Kirche

Die romanische Burgkapelle von Tramin

St. Jakob in Kastelaz thront auf einer Hügelkuppe über dem berühmten Weindorf Tramin und ist im Rahmen einer kurzen, schönen Wanderung vom Dorfzentrum aus leicht zu erreichen.

Die Kapelle wurde erstmals im Zusammenhang mit den Burgbau 1214 schriftlich erwähnt. Heute ist die Burg längst verschwunden, das romanische Kirchlein aber blieb uns erhalten. Ursprünglich bestand die Saalkirche aus einem rechteckigen Schiff und einer Rundbogenapsis. Erst im 15. Jh. erhielt der Bau seine heutige Form.
St. Jakob Kirche
St. Jakob Kirche
„Der Himmel ist uns leicht und die Hölle schwer, so stellen wir uns das Paradies oben und die Hölle unten vor.“
John Scotus Eriugena (815 – 877)
Die Fresken stammen aus der Gründerzeit um 1215. Berühmt ist das „Bestiarium“, die Darstellung dämonischer Mächte und Fabelwesen im Sockelbereich. In der Mitte der Apsis finden wir Christus mit den vier Symbolen der Evangelisten, umgeben von den zwölf – paarweise angeordneten – Aposteln. Links und rechts stützt je ein Atlas den Himmel, dazwischen tummeln sich Zwitterwesen, halb Menschen, halb Tiere; und darüber Kain und Abel, die ihre Opfer darbringen.

St. Jakob in Kastelaz ist von Frühling bis Herbst täglich geöffnet; Führung für Gruppen auf Anfrage, oder im Rahmen der wöchentlichen Dorfführung.

Das Bestiarium
Die Besonderheit der romanischen Fresken in St. Jakob in Kastelaz ist das phantasievoll ausgearbeitete Bestiarium, die Darstellung dämonischer Mächte und bedrohlicher Fabelwesen der antiken Mythologie am Sockel. Sie greifen auch nach oben zu den Aposteln und veranschaulichen so den Bruch, aber auch die Transzendenz zwischen Heiligen und Dämonen. Es geht dabei um eine Darstellung des Kosmos, das Göttliche oben, das Unheilige unten. Die Mischwesen symbolisieren somit den Gegenpol zur göttlichen Ordnung.
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