Burgkapelle Hocheppan

Burgkapelle Hocheppan

Ein einmaliger Freskenzyklus des hohen Mittelalters

Hocheppan liegt in einer außergewöhnlichen Lage über dem Weindorf Missian l Eppan. Von ihrer Trutzburg unter dem Gantkofel aus überblickten die Grafen von Eppan das ganze Tal, dies war im Mittelalter und auch später noch von großer strategischer Bedeutung. Heute schätzt man vor allem den Ausblick über die Tschögglberger Hochebene und den Ritten bis hin zu den Dolomiten. Ausgrabungen zufolge war der geschützte Burghügel schon in spätantik-frühmittelalterlicher Zeit besiedelt.
Die Burgkapelle von Hocheppan
Burgkapelle Hocheppan
„Alles, was ich geschrieben habe, kommt mir vor wie Stroh im Vergleich zu dem, was ich gesehen habe.
Thomas von Aquin (1224 - 1274)
Die romanische Burg Hocheppan entstand in der ersten Hälfte des 12. Jh. als Sitz der Grafen von Eppan, die sie bis zu ihrem Aussterben Mitte des 13. Jh. sukzessive ausbauten und vergrößerten. Teile der Burg wie die Geschütztürme stammen aus dem ausgehenden Mittelalter. Außergewöhnlich ist auch der fünfeckige Bergfried.

Im Burghof findet sich die 1131 geweihte Burgkapelle von Hocheppan, ein romanisches Juwel mit einem einzigartigen Freskenzyklus, der einheitlich konzipiert und ausgeführt wurde.

Die Fresken von Hocheppan
Der romanische Freskenzyklus von Hocheppan ist einer der wertvollsten in Tirol. Eindrucksvoll sind die Geburt Christi, die Parabel der Klugen und Törichten Jungfrauen oder der Kindermord von Bethlehem dargestellt. An der Außenfassade findet sich die älteste profane Wandmalerei Tirols, eine Jagdszene mit Reiter und fliehendem Hirschen. Berühmt ist auch die „Knödelesserin“, eine Frau, die während der Geburt Christi aus einem Kessel über offenem Feuer einen Kloß herausnimmt und kostet. Eine seltene Alltagsszene, die zeigt, dass schon damals in Südtirol Knödel gegessen wurden.
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