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Edelweiß gerollt
Edelweiß gerollt, 2003
Rudolf Stingel


Rudolf Stingel (Meran, 1956) ist ein Südtiroler Künstler und lebt seit 1987 in New York.
Seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit Mitte der 1980er Jahre erkundet Stingel die Bedeutung der Malerei und erprobt verschiedene Stilrichtungen, die von der Concept Art bis zum Hyperrealismus reichen. In seinem 1989 erschienenen Künstlerbuch Instruction legte er wie in einem Handbuch detailliert dar, wie man Werke „à la Stingel“ realisieren kann, und stellte damit die Begriffe von Original, Authentizität und Urheberschaft auf den Prüfstand. 1991 versah er den Fußboden der Daniel Newburg Gallery in New York mit einem orangen Teppich und lud die BesucherInnen ein, ihre Finger wie Pinsel zu benutzen und flüchtige Spuren darauf zu hinterlassen. Diesen raumgreifenden Ansatz legte er auch den folgenden Interventionen zugrunde, darunter im Palazzo Grassi im Jahr 2013, wo er überall einen Teppichboden mit orientalischem Muster auslegte und damit den gesamten architektonischen Raum in Beschlag nahm.

Auch bei seiner für Meran entwickelten Arbeit arbeitete Stingel vor allem mit dem Raum, indem er die Wände und Träger der Ebene -2 der Garage vollständig mit einem Edelweiß-Rollmuster auf silbrigem Grund überdeckte. Durch den kitschigen Effekt, der damit bewusst erreicht wird und an die Blumenmuster-Tapeten der 1970er Jahre erinnert, verleiht Stingel dem namenlosen Durchgangsort eine heimelige Atmosphäre.
Inzwischen weist das Werk unterschiedlich starke Anzeichen des Verfalls auf und müsste dringend restauriert werden

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