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Rina Riva
Empfindsamkeit
Walter Moroder. Hommage an Rina Riva, 2016


Seine erste Ausbildung erhielt Walter Moroder (St. Ulrich in Gröden, 1963) im Atelier seines Vaters, der ihn in die bildhauerische Arbeit mit Holz einführte, später studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München. Moroder erneuerte die Grödener traditionelle Bildhauerei und orientierte sich dabei an den vertikalen, schlanken Figuren Alberto Giacomettis. Ähnlich wie andere Künstler aus Gröden, Aron Demetz etwa, zieht er stehende, unbewegte Figuren vor, die unbeteiligt zu sein scheinen, als ginge sie die Umgebung nichts an. Die Idee der „figürlichen Kunst“ lehnt der Künstler ab, obwohl die Darstellung des Menschen sein Thema ist: „Meine Arbeit ist riskant, denn ich arbeite mit der Figur – einem klassischen Motiv –, obwohl ich nicht glaube, dass man figürliche Kunst machen kann. Ich denke, dass man Kunst nur mittels Abstraktion machen kann. Meine Skulpturen sind abstrakt, wie ich finde, deshalb halte ich die Themen der Tradition für überholt.“

Auch die Hommage an Rina Riva (Ala, 1922 – Meran, 2010) ist eine auf das Wesentliche reduzierte Figur, die überdies wegen der besonderen Bearbeitung der Bronze eher aus Holz geschnitzt zu sein scheint. Riva war ebenfalls Künstlerin und ein Meisterin der Schnitzkunst; sie assistierte mehrere Jahre lang Riccardo Licata an der Scuola Internazionale della Grafica in Venedig und war Gründungsmitglied des Instituts für Kunstgrafik Meran.
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