zurück

Bergtour auf den Seelenkogel (3.475 m)

Genussreiche Bergtour mit Gratkletterei zum markanten und zweithöchsten Gipfel des Passeiertals.

Ausgangspunkt: Parkplatz Pfelders

Endpunkt: Parkplatz Pfelders

Einkehrmöglichkeit: Zwickauer Hütte, Schneid Alm

Wegbeschreibung

Du startest deine Tour beim großen Parkplatz in Pfelders und wanderst kurz ins Dorf hinein. Dort gehst du rechts hinunter zum Gasthaus Edelweiß, überquerst links die Brücke und folgst rechts (nordwestwärts) dem Weg durch ein schütteres Lärchenwäldchen bergwärts zur nächsten Brücke. Über einen tief eingetretenen, erdigen Steig wanderst du hinauf auf einen Geländevorsprung.

Von hier folgst du dem Weg links in ein Tal hinein, überquerst den Bach und steigst weiter bergauf. Du querst mehrere Rinnen und wanderst schließlich zuerst (südwestwärts) am Hang entlang und zuletzt (nordwestwärts) über den Hang hinauf zur Schneid Alm (Weg Nr. 6a).

Von der Schneid Alm steigst du (südwestwärts) hinauf auf den gipfelähnlichen Geländevorsprung der Oberen Schneide. Von hier wanderst du (nordwestwärts) nach einem anfänglichen Flachstück in zahlreichen Kehren über einen sehr steilen Bergrücken bergauf. Am oberen Ende des Bergrückens querst du etwas flacher über eine steinige Halde nach rechts, steigst anschließend wieder bergwärts weiter und überquerst in einer Mulde ein Schneefeld. Schließlich folgst du dem gut ausgebauten, etwas ausgesetzten Steig hinauf zum steilen Felsaufbau, auf dem die weithin sichtbare Zwickauer Hütte thront (Weg Nr. 6a).

Von der Zwickauer Hütte wanderst du (westwärts) zunächst mit wenig Steigung über den Höhenrücken zum östlichen Fuß des Seelenkogels. Von hier führt dich der Steig durch sehr steiles und brüchiges Gelände in mehreren Kehren über einige kurze Kletterstellen und teilweise ausgesetzte, gesicherte Passagen hinauf zum Grat.

Nun folgst du (westwärts) zunächst problemlos dem Grat weiter bergauf, bis dieser rechts immer steiler abfällt und kaum mehr begehbar wird. Im Frühsommer kann hier ein gefährliches Schneefeld liegen. Du wechselst auf die linke Gratseite und steigst kurz hinauf zu einer ausgesetzten Erhebung am Grat. Nach einigen Metern Abstieg bleibst du nun mehr oder weniger immer am beidseitig steil abfallenden Felsgrat und überwindest mehrere ausgesetzte Kletterstellen, bevor du sehr steil den Gipfel des Seelenkogels erreichst (Nr. 6a).

Vom Seelenkogel wanderst du auf demselben Weg zurück zur Zwickauer Hütte (Nr. 6a). Beim Abstieg achtest du besonders darauf, die Stelle nicht zu verpassen, an der du vom flacheren unteren Teil des Grates rechts in den sehr steil abfallenden Hang wechseln musst (Steinmann und Markierung). Andernfalls gelangst du in immer schwierigeres und gefährlicheres Gelände.

Von der Zwickauer Hütte steigst du wieder hinunter zur Schneid Alm (Nr. 6a).

Von der Schneid Alm wanderst du über die Almweiden zurück nach Pfelders (Nr. 6a).

Empfohlene Ausrüstung

Trage feste Wanderschuhe, wettergerechte Kleidung und nimm ausreichend Wasser und Verpflegung mit.

Anfahrtsbeschreibung

• Von Meran kommend Richtung Passeiertal auf der Jaufenstraße SS44 nach St. Leonhard, weiter Richtung Moos auf der Timmelsjochstraße und weiter auf der SP114 bis Pfelders

• Vom Timmelsjoch kommend auf der Timmelsjochstraße bis Moos und weiter auf der SP114 bis Pfelders

• Vom Jaufenpass kommend Richtung St. Leonhard auf der Jaufenstraße SS44, weiter Richtung Moos auf der Timmelsjochstraße und weiter auf der SP114 bis Pfelders

Parken

Kostenpflichtiger öffentlicher Parkplatz am Dorfeingang von Pfelders

Öffentliche Verkehrsmittel

Entscheide dich für eine umweltfreundlichere Anreise und nutze unsere öffentlichen Verkehrsmittel:

• Buslinie 240 von Meran Richtung Pfelders

Haltestelle "Pfelders"

Die Fahrpläne findest du auf www.suedtirolmobil.info oder auf der Passeiertal App!

Tipp des Autors

Diese zünftige Bergtour erfordert Schwindelfreiheit, höchste Trittsicherheit und Erfahrung in leichter Kletterei. Im Frühsommer versperren einige sehr steile Schneefelder (besonders im Gipfelbereich) den Weg und machen ihn kaum begehbar. Im steilen Gelände besteht Steinschlaggefahr, besonders wenn mehrere Leute in kurzen Abständen unterwegs sind. Am Grat muss man einige ziemlich ausgesetzte Stellen passieren. Die wenigen kurzen Kletterstellen bieten gute Stand- und Griffmöglichkeiten. Auf jeden Fall sollte man die Markierung nie aus dem Auge verlieren, da man sonst ziemlich schnell in unbegehbares Gelände gerät.

Bleibe stets auf den markierten Wegen, prüfe vor deiner Wanderung das aktuelle Wetter und achte besonders auf Schnee, Nässe oder rutschige Stellen.