Seuche ohne Grenzen
Die Pest in Tirol und Trentino zur Zeit des 30-jährigen Krieges
Seuche ohne Grenzen

Seuche ohne Grenzen

Die Pest in Tirol und im Trentino zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Der Tod kam über Land und Meer und die unaufhaltsame Seuche breitete sich über die Grenzen hinweg aus. Doch wie kam die tödliche Krankheit zu uns und welche Maßnahmen wurden ergriffen, um ihre Ausbreitung einzudämmen und Infektionsketten zu durchbrechen? Die Wanderausstellung "Seuche ohne Grenzen" versucht, diese Fragen zu beantworten.
Im Mittelpunkt steht eine tragische Periode der europäischen Geschichte: der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648. Die ausgestellten Dokumente und Kunstwerke zeugen von den verschiedenen Seuchenwellen, die den Raum zwischen Tirol und dem Trentino in den Jahren von 1630 bis 1636 besonders hart getroffen haben.
Die Seuche bewegte sich entlang der Handelsrouten und verbreitete sich in den Städten. Die Behörden schlossen die Grenzen und vergaben gleichzeitig Gesundheitspässe, damit sich ihre BürgerInnen freier bewegen konnten. Doch die grassierende Krankheit, wie alle Seuchen wurde die Krankheit landläufig als Pest bezeichnet, machte vor den Eindämmungsmaßnahmen nicht halt. Während das Lazarett von Trient überfüllt war und auch Naturns immer mehr Tote zu beklagen hatte, flüchtete der Fürstbischof von Trient, Carlo Madruzzo, ins zunächst noch verschonte Nonstal.
Im Angesicht des Todes, den der "unsichtbare Feind" brachte, blieb den zahllosen gottesfürchtigen Menschen nur der Glaube als Hoffnung und Retter. Doch halfen die Gebete und Kunstwerke, die den Schutzheiligen Rochus und Sebastian gewidmet wurden?
Für 2021 hat die Europaregion ein gemeinsames Museumsjahr zum Thema „Transport –Transit – Mobilität“ ausgerufen und auch das Prokulus Museum wird eine temporäre Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit der Casa de Gentili (Sanzeno) zeigen
Die Ausstellung wird in der ersten Saisonshälfte in Naturns gezeigt und wandert voraussichtlich Ende August nach Sanzeno, Casa de Gentili.

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