9 Dinge, die man im Sommer in Lana machen sollte
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9 Dinge, die man im Sommer in Lana machen sollte

Die warme Jahreszeit lädt zum Draußensein ein. Gut, dass es in Lana 1000 und eine Möglichkeit gibt, um das Beste aus einem sommerlichen Tag herauszuholen. Von diesen 1001 Möglichkeiten, habe ich 9 Dinge für euch herausgepickt, die euren Sommerurlaub in Lana zu etwas ganz Besonderem machen.

#1 Lange Donnerstage
Lana weiß, wie man die lauen Sommernächte perfekt nutzen kann: mit dem Giovedí Lungo oder „Langer Donnerstag“. Jeden Donnerstag von Juni bis August lassen die Läden in der Einkaufsstraße, dem Gries, länger ihre Pforten auf und laden zum Stöbern ein. 

Auf den Straßen gibt es Kulinarisches aus der Südtiroler Gegend, von süßen Krapfen bis zu frischem Wein, Handwerker präsentieren ihre Kunstwerke und hier und da hallt Live-Musik durch die warme Luft. So verweilt man gerne in Lanas urigen Gassen, schaut den Bäckern beim Pizza ausrollen zu, applaudiert den Künstlern auf der Bühne oder lässt sich draußen vor den Restaurants und Bars nieder, genießt ein erfrischendes Getränk und beobachtet das rege Treiben. Jeder „lange Donnerstag“ steht unter einem anderen Thema, sodass immer viel Abwechslung herrscht und kein Donnerstag dem anderen gleicht.
Langer Donnerstag
Langer Donnerstag
Shopping und Unterhaltung an heißen Sommerabenden
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#2 Wandern
Wandern ist natürlich zu jeder Jahreszeit klasse, denn die imposanten Aussichten laufen ja nicht weg. Was man allerdings in den späteren Monaten nicht mehr auffindet, sind die vielen, farbenfrohen Wiesen voller Wildblumen. Durch die durften wir eines frühen Morgens gehen, als wir auf dem Weg zum 2.311m hohen Kleinen Kornigl im Ultental waren und die Sonne langsam hinter den Bergen hervorblickte. 

Mit den ersten Strahlen, erleuchteten tausend Farben um uns herum und bereiteten uns den Weg zum Fuße des Berges. Der Wiesenpfad wurde schon bald durch steinigen Untergrund abgelöst und nach einem kurzen aber steilen Anstieg, ging es dann über den Grat zum Gipfelkreuz. Die Aussicht von dort war dem Südtiroler Standard entsprechend phänomenal. 

Kleiner Tipp: Die Wanderung zum Kleinen Kornigl ist nicht allzu anspruchsvoll, man muss nur daran denken, auch denselben Weg wieder zurück zu gehen.
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#3 Tandemflug vom Vigiljoch
Wandern mag ja schon ein gewisses Freiheitsgefühl hervorrufen - doch der Tandemflug setzt da noch einmal ein gewisses Extra oben drauf. Quasi die Kirsche auf der eh schon delikaten Torte. 

Wir hatten das Vergnügen mit Egon von Fly Meran in die Lüfte zu steigen. Egon fliegt bereits seit über 30 Jahre mit dem Gleitschirm, hat den World Cup gewonnen und kennt die Begebenheiten im Etschtal wie kein Zweiter. Mit ihm trafen wir uns Morgens an der Gondel, die uns direkt von Lana aus hoch zu unserem Startpunkt am Vigiljoch brachte. 

Der Schirm war in Nullkommanix bereit, die Helme aufgesetzt, Gurte gesichert und nach einer kurzen Einweisung („Lauf einfach so lange, bis ich sage lauf nicht mehr.“), liefen wir den seichten Hang hinunter. Drei, vier Schritte später verlor man auch schon den Boden unter den Füßen und das Gefühl von Freiheit machte sich breit. Egons Begeisterung für den Sport ist ansteckend und wäre ich in Südtirol aufgewachsen, hätte man mich auch schon mit 16 Jahren unter einem Gleitschirm baumeln sehen…
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#4 Das „Schwarzschmied“
Die Familie Dissertori und das Team des Schwarzschmied wissen ganz genau was zu tun ist, um den Alltag aus dem Kopf zu verjagen. Überall herrscht eine gewisse Ruhe, die Zimmer könnten gemütlicher nicht sein, das Personal hätte ich am liebsten mitgenommen und das Essen sowieso. 

Das Leben wird hier ein wenig verlangsamt und die Wahrnehmung für die kleinen Dinge steigt. Die Liebe für die kleinen Dinge wird auch in der Einrichtung des Schwarzschmied deutlich. So gab es in unserem Zimmer eine „Picture Library“ - eine Bilderbibliothek. Spricht dir die Leinwand mit den Bergen aus der Seele, kann man sie einfach auf die Leiste stellen und so sein Zimmer noch persönlicher gestalten. 

Neben den Bergen war auch die Gabel-Teller-Messer-Kombi stets auf unserer Bilderleiste vertreten, denn wenn man im Schwarschmied nächtigt, kommt man nicht drum herum, ständig ans Essen zu denken. Nicht weil man viel zu hungrig wäre, sondern weil man sich auf jede Mahlzeit so sehr freut. Gut, dass wir Menschen ein Völlegefühl besitzen… (schnelle Info für alle Veganer und Vegetarier: ihr werdet das Schwarzschmied lieben!) 

Wer also nach einer Rundum-Sorglos-Unterkunft mit dem freundlichsten Personal, Wein aus dem eigenen Garten, Yogastunden, besten Aussichten und ausgeklügeltem Essen sucht, dem sei das Schwarzschmied sehr nah ans Herz gelegt.
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#5 Frühes Aufstehen
Die meisten werden jetzt sagen „Frühes Aufstehen? Aber ich bin im Urlaub und möchte ausschlafen!“ Ausschlafen hat natürlich seinen Reiz, dem ich auch sehr häufig verfalle, aber wisst ihr was noch viel schöner ist? Die Ruhe der blauen Stunde zu genießen, wenn nur die Vögel wach sind und der Rest der Welt noch in den tiefsten Träumen schlummert. Zu beobachten, wie die Sonne hinter den Bergen aufgeht und sich dann genüsslich die ersten, warmen Strahlen auf den Pelz scheinen zu lassen.

Man erlebt viel zu wenig Sonnenaufgänge, dabei hinterlassen sie so ein wohliges Gefühl und ich persönlich starte dann mit viel mehr Tatendrang in den Tag, der dir urplötzlich auch viel mehr Zeit für schöne Dinge schenkt. Meine Empfehlung, um entspannt einen Sonnenaufgang in Lana zu erleben? Spaziert den Brandiswaalweg entlang, fahrt hoch zum Schloss Lebenberg oder genießt ihn einfach von eurem Balkon aus.
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#6 Herz Jesu Sonntag
Herz Jesu Sonntag. Das klingt erstmal super religiös, ist es in seinem Ursprung auch, doch heutzutage ist es vor allem eins: ein schöner Brauch. Wer diesen Brauch miterleben möchte, muss passend zum 3. Sonntag nach Pfingsten in Südtirol sein. Dann werden auf den Südtiroler Bergen Feuer in Form von Herzen oder Kreuzen entfacht, die auf den Zusammenhalt der Region hinweisen. Klang für mich nach den Leuchtfeuern von Rohan, also konnte ich mir das nicht entgehen lassen. 

Für uns ging es in der Dämmerung hoch zur kleinen Kirche auf dem St. Hippolyt-Hügel oberhalb Völlan, wo man seinen Blick weit über das Etschtal schweifen lassen kann. Während die kleinen Stadtlichter im Tal unter uns schwach funkelten, färbte sich der Himmel stetig dunkler. Mit dem schwindenden Tageslicht wurden die Feuer um uns herum auf den Bergen entfacht. Hier und da waren sie nur kleine, leuchtende Punkte in der Ferne, doch auf dem Vigiljoch schickte ein Herz aus Flammen sein Licht ins Dunkel. Der St. Hippolyt Hügel selbst und unsere Gesichter wurden von einem brennenden Kreuz erhellt - klingt jetzt vielleicht krass, aber es war wirklich einfach nur sehr romantisch.
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#7 Der Kränzelhof
Der Kränzelhof in Tscherms (15 Minuten mit dem Rad von Lana entfernt) ist Weingut, Restaurant und Garten zugleich. „Garten?“, denkt ihr und habt bestimmt sofort ein Bild im Kopf. Doch die sieben Gärten des Kränzelhofes sind anders. Graf  von Pfeil, Gutsbesitzer und Schöpfer der Gärten, beschreibt sie selbst als „lebendige Skulptur“, die ständig wächst und sich wandelt, geprägt von den Jahreszeiten und dem Kontakt mit den Menschen, die sie besuchen. Es gibt ein Labyrinth, ein riesiges, farbenfrohes Windspiel und Felsen, die den Herzschlag nachahmen - auf sonderbare Weise haben die Gärten etwas Wunderbares. 

Nachdem man alle Ecken und Enden der Gärten entdeckt hat, kann man sich einer Weinprobe anschließen und den Grafen höchstpersönlich in die schattigen Katakomben des Hofes begleiten, um dort Weiß- und Rotweine aus den Kränzelhofer Trauben zu verkosten und sein Wissen über das Winzerhandwerk zu vertiefen.
Restaurants
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Gastronomische Leckerbissen für jeden Gaumen.
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#8 Wasserfälle
Ihr kennt das! Draußen sind es 30°C und ihr würdet am liebsten in den nächsten, eiskalten Bergsee springen. Nur wie Bergseen das so an sich haben, liegen sie meist hoch oben in den Bergen und um dorthin zu gelangen erfordert es körperliche Anstrengung, die man bei hohen Temperaturen einfach nicht aufbringen möchte und auch nicht sollte. 

Gut, dass die nächstbeste Erfrischung oft leichter zu erreichen ist: der Wasserfall. Norwegen und Island sind Plätze die man vielleicht am schnellsten mit Wasserfällen in Verbindung bringt, aber Lana und die nahe Umgebung müssen sich keinesfalls verstecken. Vor ein paar Jahren besuchten Philipp und ich bereits den Partschinser Wasserfall in der Nähe von Meran, letztes Jahr dann den Brandis Wasserfall direkt in Lana

Diesen Sommer überquerten wir einfach die Etsch und fuhren rüber nach Vilpian, wo sich der gleichnamige Wasserfall versteckt, den man nach einem kurzen Spaziergang erreicht. Dort angekommen, haben wir uns einfach nur der willkommenen Nässe ausgesetzt und zugehört, wie die Wassermengen den Berg herunterstürzten und in ein kleines Becken zu unseren Füßen fielen.
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#9 Radtour
Manch’ eine Sportart mag im Sommer ja einfach zu viel des Guten sein, es sei denn man praktiziert sie um 5 Uhr morgens (wo wir wieder beim frühen Aufstehen wären). Wenn man aber trotz Hitze ein wenig aktiv sein möchte, dann sollte man sich einfach ein Radl schnappen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. 

Besonders in der Nähe von Gewässern ist die Luft dann ein wenig kühler und die Wärme gut auszuhalten. So sind wir an einem Nachmittag nach Meran geradelt und von dort ins Passeier Tal, vorbei an Wiesen voller Apfelbäume und immer an der Passer entlang, die rasch neben uns her floss. Wem es ein bisschen nach Adrenalin dürstet, der kann den tosenden Fluss auch beim Rafting bezwingen.

Ihr merkt schon - Langeweile ist in Lana Fehlanzeige und im Sommer wird euch so schnell nichts im Hause halten können. Wenn ihr in Gedanken jetzt schon dabei seid, euren Urlaub nach Südtirol zu planen, dann plant mich bitte, bitte mit ein - es gibt noch 992 andere Dinge, die nach mir rufen.
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