Narzissenmeer

Tour in giallo
Passeggiata primaverile con Isabella Halbeisen fino al maso “Heidereggerhof”, dove circa 200.000 narcisi in piena fioritura attendono i visitatori. Sul posto, sarà possibile partecipare a una visita guidata con un esperto e gustare una piacevole merenda presso l’osteria contadina “Wieslerhof”.
Data: 01.04.2026 Ore: 14.00–17.30 Info e prenotazione su lanainfiore.it

Zig Blumenzwiebeln schlummern unter einer gefrorenen Erdschicht in feuchter Erde. Das kräftige Wurzelwerk der Edelkastanien wacht im Winter schützend über sie – bis sie von ersten frühlingswarmen Sonnenstrahlen behutsam ans Licht gelockt werden. Zartgrün schieben sich Spitzchen aus bräunlichem Boden, länglich saftige Blätter bahnen sich ihren Weg an die noch kühle Luft und schützen die Narzisse, eine sonnengelbe Blume mit goldener Trompete und hellen Blütenblättern, die als Erste den Frühlingsbeginn verkündet. Vieles wird der Narzisse zugeschrieben: Sie symbolisiert Wiedergeburt und Erneuerung, steht für Zuversicht und Hoffnung, gilt als Blume des Selbstbewusstseins und der Eitelkeit. Ihre tragische Geschichte reicht bis in die griechische Mythologie zurück und wurde später vom römischen Dichter Ovid in den Metamorphosen erzählt: Narziss, ein Jüngling von außergewöhnlicher Schönheit, Sohn der Nymphe Liriope und des Flussgottes Kephissos, verliebt sich in sein eigenes Spiegelbild und ertrinkt darin. Als die Nymphen herbeieilen, um ihn zu retten, finden sie an seiner Statt eine Blume vor: in der Mitte leuchtend gelb, eingefasst von weißen Blütenblättern.
In der Baumschule Kösti beim Heidereggerhof blüht Narziss noch heute in seiner ganzen Schönheit. Dort hat Johann Laimer, allseits bekannt als Hans, erfahrener Kastanienbauer und Landschaftsgärtner, im Lauf der Jahre im Schatten seiner Edelkastanien über dreißigtausend Zwiebeln gepflanzt. Die Wanderung zum Narzissenhof beginnt im kleinen, sonnigen Dorf Burgstall, eingebettet ins fruchtbare Etschtal, am Schneidepunkt von mediterraner und alpiner Flora. Die Wanderung startet etwas oberhalb der Pfarrkirche und folgt zunächst kurz dem Graf-Volkmar-Weg. Anschließend geht es auf dem Höfeweg weiter – zuerst durch den Wald, dann durch die Weinberge bis zum Wieslerhof –, um schließlich den Heidereggerhof zu erreichen, der bereits ab Ende März in allen möglichen Gelbnuancen erstrahlt: Der Anblick gleicht einem Narzissenmeer; jeden Frühling erwacht es neu, sich leicht im Sonnenlicht wiegend, die klare Luft der Berge in intensives Gelb tauchend.
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