Ruine Unterkasatsch - Pfeffersburg

Auf dem gegen Nals vorspringenden Felsenhügel des Tisener Vorbichls, oberhalb des Tisener Dorfteils Schernag, erbauten 1194 fünf Männer aus Tisens mit der Erlaubnis des Bischofs Konrad II von Beseno eine Burg. An dieser Stelle, die Kasatsch genannt wird (vom Lat. casaccia = großes Haus), befinden sich auch Spuren einer vorgeschichtlichen Wallburgensiedlung. Diese Burg hatte dem Bischof von Trient und seinen Ministerialen, den Grafen von Eppan, gegenüber immer offen zu sein. Von der Burg bezog zwar kein Geschlecht seinen Namen; sie wurde wiederholt mehreren Dienstleuten der Eppaner Grafen belehnt. In den Jahrhunderten darauf wechselte die Burg öfters Besitzerfamilie. Noch vor 1600 taucht für die Burg Kasatsch auch der Name Pfeffersburg auf, da die damaligen Besitzer dieser Wehranlage die Herrn von Pfeffersberg waren. Heute ist nur mehr wenig von der einstigen Burgenanlage zu sehen. Erkennen kann man noch die ungefähr oval verlaufende Ringmauer und Reste eines zweiteiligen Einbaues. Um 1600 ist die Anlage schon nicht mehr behaust und gilt als verfallen. Der Baubestand ist aufgrund fehlender Umbauten original erhalten, wenngleich die abgeschlossene Renovierung in den Jahren 1999-2002, die von der Eigentümerin der Anlage, Frau Verena Jordan, initiiert wurde, die Ruine zu sichern wusste. Die vorbildliche Erhaltung der Burgruine Kasatsch (Gemeinde Tisens) verhilft zu einem einzigartigen Erlebnis auf einer Zeitreise in Ritterzeit und Mittelalter.

Anfahrtsbeschreibung

Nals