Bauernregeln im Mai: die Eisheiligen Bauernregeln im Mai: die Eisheiligen

Bauernregeln im Mai: die Eisheiligen

Brrr – ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass es im Mai nochmal ziemlich kalt werden kann? Dahinter stecken die sogenannten Eisheiligen…

Pankrazi, Servazi, Bonifaz und Sophie - vielleicht haben Sie schon mal den ein oder anderen Namen gehört. Die vier besuchen uns jährlich Mitte Mai. Sie sind die vier Eisheiligen.

Bei den Eisheiligen handelt es sich ursprünglich um vier Gedenktage von Heiligen im Monat Mai:
>> Pankratius am 12. Mai
>> Servatius am 13. Mai
>> Bonifatius am 14. Mai
>> Sophie / Sophia am 15. Mai

Heute verbindet man die Eisheiligen mehr mit einem Kälteeinbruch im Mai. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass nachts Frost eintritt. Die „Kalte Sophie“ schließt den jährlichen Besuch der Eisheiligen am 15. Mai ab. Erst dann soll das Frühlingswetter wieder milder werden und der Sommer kann kommen.

Dass die Eisheiligen nicht ohne Grund ihren Namen verdient haben, zeigen uns noch heute einige Bauernregeln. Durch jahrzehnte- und jahrhundertelange Beobachtung stellten unsere Vorfahren nämlich einen Zusammenhang mit der Kälteperiode und den Gedenktagen der vier Heiligen fest:

„Pankraz, Servaz und Bonifaz mochn in Summer Platz.“

„Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“

„Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie, die Kalte Sophie.“

Mit dem Wissen, dass es im Mai nochmal sehr kalt werden kann, warten manche daher lieber mit der Aussaat auf die Zeit nach den vier Eisheiligen.

Anna Götsch | 11.05.2020
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Stadt Glurns

Stadt Glurns

Eine mittelalterliche Kleinstadt mit bewegter Geschichte

Eine Reise ins Mittelalter erlebt man bei Eintritt durch eines der Stadttore von Glurns. Die vollständig erhaltene Ringmauer umschließt die Gassen, Lauben und Plätze der kleinsten Stadt Südtirols, die 1291 von Meinhard II das Marktrecht erhielt. Durch die günstige Lage an der Etsch und der Handelsroute Via Claudia Augusta war der Weiler schon zur Römerzeit ein wichtiger Umschlagplatz.
Von 1233 an ist Glurns Sitz des Landesfürstlichen Gerichts. Jedem zum Tode Verurteilten stand ein Kissen zu, dieses wurde von den Bauern eines kleinen Hofes gefertigt, der bis heute Polsterhof heißt. Grundlage des Reichtums der Stadt war neben der regen Gerichts- und Handelstätigkeit mit Salz und Gütern auch das Recht, Weggebühren einzuheben. Einen wirtschaftlichen Rückschlag brachte der Sieg der Drei Bünde in der Calvenschlacht 1499, infolgedessen die Stadt geplündert und gebrandschatzt wurde. Die beim Wiederaufbau konzipierte Stadtmauer konnte erst 1580 fertiggestellt werden.

Nach der Erschließung neuer Handelsrouten in der frühen Neuzeit verlor die Stadt an Bedeutung, die Bevölkerung verarmte und wandte sich verstärkt der Landwirtschaft und dem Wanderhandel zu. Erst im 20. Jh. erlebt Glurns eine neue Blüte. Heute wird im Schludernser Torturm auf drei Stockwerken die Geschichte der Stadt illustriert. Im Kirchtorturm ist dagegen eine Dauerausstellung über den Glurnser Künstlers und Karikaturisten Paul Flora zu besichtigen.

Der Glurnser Mäuseprozess
Im Jahr 1519, als Glurns noch an den Folgen der Calvenschlacht litt, wurde den Feldmäusen der Prozess gemacht. Die Nager hatten großen Schaden angerichtet und wurden verklagt. Bis heute geben die Prozess-Protokolle Rätsel auf. Eine Rolle spielte sicher auch, dass man in dieser schwierigen Zeit den Zehent nicht bezahlen konnte. Im Prozess wurden Zeugen vernommen, Fakten gesammelt und den Mäusen ein Verteidiger zugeteilt. Der Richter ließ jedoch Milde walten und verwies die Mäuse unter freiem Geleit der Stadt. Nicht überliefert ist, ob sich sie sich dem Urteil beugten. Bis heute in der Stadt anzutreffen sind die süßen „Glurnser Mäuse“ aus Schokolade.
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Brennnessel-Nudel Brennnessel-Nudel

Brennnessel-Nudel

Italienisches Gericht mit gesunden Partschinser Brennesseln

45 Min
Vorbereitungszeit
10 Min
Koch-/Backzeit
Zutaten
Für 4 Personen

500 g mehlig kochende Kartoffel
2 Eigelb
1 Handvoll Parmesankäse
50 g kurz gebrühte und aufgemixte Brennnesselblätter
120 g Weizenmehl 00
20 g Hartweizenmehl (oder doppelgriffiges Mehl oder 40 g Weißbrotbrösel)
Salz, Pfeffer
etwas geriebene Muskatnuss
Zubereitung
Die Kartoffeln im Ganzen gar kochen, dann schälen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken.
In eine Schüssel geben und alle Zutaten beimengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und alles zu einem Teig kneten. "Fingernudel" rollen und in kochendem Salzwasser langsam gar werden lassen.
Schmecken wunderbar mit Butter und Parmesankäse oder mit einer Lauch-Sahne-Sauce: In einer Pfanne etwas Lauch (oder Frühlingszwiebel) leicht anschwitzen, Sahne dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Brennnesselnudel darin schwenken.

TIPP: Brennnessel kann man gut einfrieren und für den Winter aufheben. Einfach kurz blanchieren und in Portionen abgepackt in die Tiefkühltruhe packen.
Ein Rezept von: Tourismusverein Partschins
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