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Nicht ohne meinen Gefrierbeutel!
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Nicht ohne meinen Gefrierbeutel!

Warum der Meraner Höhenweg viel mehr ist als eine Hüttenwanderung.

Wer den Meraner Höhenweg erwandert, braucht eingelaufene Wanderschuhe, dicke Ohrstöpsel und natürlich einen Gefrierbeutel. Soviel vorweg. Doch von vorne:

DIE Hüttenwanderung schlechthin bietet einen ersehnten Rückzug in die Berge rund um Meran, dem Schnalstal und Passeiertal. Die karge Natur des Hochgebirges und die dichten Wälder sorgen für eine bewusste Auszeit. Aber wer denkt, dass die Wanderung auf einem der schönsten Rundwanderwege des Alpenraumes nur idyllisch ist, der täuscht sich.

Langweilig ist diese Wanderung keinesfalls. Vor allem abends, wenn sich die Gleichgesinnten in den Hütten beim Essen treffen, gemütlich beisammensitzen und das eine oder andere Schnapsl genießen. Eine Wanderung ist nämlich nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern sie dient auch dazu, neue Leute kennenzulernen. Vor allem den Geschichten der Hüttenwirte könnte man nächtelang zuhören.

Die meisten Hütten bieten Matratzenlager, die man sich dann gut und gerne mit zehn bis 30 anderen Wanderern teilen muss. Da ist Rücksicht gefragt. Also bitte flüstern, Türen vorsichtig schließen und Stirnlampe benutzen, anstatt das Licht anzuschalten (sofern es überhaupt Strom in der Hütte gibt – und rechnen Sie außerdem nicht damit, dass es immer eine Dusche, Warmwasser oder Handyempfang gibt).

In ruhigen Nächten hört man nachts nur das Plätschern des Brunnens oder das Knarren der Türen. Mit etwas Pech erwischt man aber auch mal einen schnarchenden Mitbewohner, weswegen erfahrene Wanderer immer eine Packung Ohrstöpsel im Rucksack haben. Und was noch wichtiger ist… aber dazu später.

An dieser Stelle wollen wir die Fakten zum Meraner Höhenweg klären:
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Der gesamte Weg ist beschildert mit der Nr. 24 und führt von Hütte zu Hütte. Er zieht sich knapp 100 Kilometer rund um den Naturpark Texelgruppe. Der Meraner Höhenweg bietet tolle Ausblicke auf die Berglandschaft rund um Meran, den Vinschgau, und bei klarer Sicht auf die Dolomiten und das Ortler-Massiv. Man kann den Weg in vier bis sechs Tagesetappen zu sechs bis acht Stunden erwandern, wobei sich jede Einzeletappe auch als Tageswanderung eignet. Sie können die Wanderung an verschiedenen Orten beginnen, da es viele gut erreichbare An- und Abstiegsmöglichkeiten gibt.

Der südliche Teil des Meraner Höhenweges führt vom Passeiertal zum Schnalstal, oft durch mediterrane Vegetation, und bietet herrliche Ausblicke. Der nördliche Teil vom Schnalstal ins Passeiertal trumpft mit einer hochalpinen Berglandschaft auf. Dieser Abschnitt erfordert einiges an Kondition. Bei manchen Stellen sollten Sie besonders trittsicher und schwindelfrei sein. Wer gerne begleitet wird, für den gibt es auch geführte Wanderungen mit erfahrenen Wanderführern. Der beste Zeitraum, den Meraner Höhenweg zu erwandern, ist übrigens von Anfang Juli bis Ende September.

Bitte achten Sie immer auf den aktuellen Wetterbericht. Nicht selten sind Streckenabschnitte durch die Witterung schwer oder nicht begehbar. Bei Gewitterwarnung sollten Sie also lieber unten bleiben. Es gibt ja genug andere schöne Dinge, die man machen kann, wie zum Beispiel Einkaufen, Apfelstrudel essen oder Entspannen in der Therme Meran.

Wenn Sie nun Lust auf die Herausforderung einer Hüttenwanderung haben, sollten Sie folgende Tipps zum Gepäck genau lesen:
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Ich packe meinen Rucksack und nehme mit… Klar, Ohrstöpsel (wir erinnern uns an die schnarchenden Hüttenkameraden), eine winddichte Wanderjacke, robuste Wanderhosen, lange Wandersocken und trittfeste (!) Wander- oder Trekkingschuhe. Auch mit hinein sollte ein Erste-Hilfe-Set und ein dünner Hüttenschlafsack.

Luxusartikel haben auf dem Meraner Höhenweg nichts verloren, ebenso zu viel Wäsche. In den Bergen darf man durchaus auch mal ein schmutziges T-Shirt tragen. Auch Bargeld muss mit, denn auf dem Berg ist nur Bares auch Wahres. Meist kann man auf den Hütten nicht mit Kreditkarte zahlen. Übrigens muss man die Übernachtungen in den Hütten vor allem in der Hochsaison frühzeitig buchen und unbedingt Bescheid geben, wenn man später oder gar nicht kommt. Bitte beachten Sie, dass der Hüttenwirt einen Suchtrupp losschicken könnte, denn es kann ja sein, dass Ihnen etwas passiert ist.

Bei einer mehrtägigen Wanderung zählt jedes Gramm. Sie erinnern sich an den Gefrierbeutel? Er ist das wohl hilfreichste Gadget! Was normalerweise in den Kulturbeutel kommt, packen Sie in den Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss. Wiegt weniger, schließt perfekt, ist auslaufsicher und sie sehen alles auf den ersten Blick. Er eignet sich außerdem gut für Schmutzwäsche oder Kleinkrams.

Wir wünschen Ihnen unvergessliche Erlebnisse auf dem Meraner Höhenweg! Genießen Sie die Stille der Berge, die Abgeschiedenheit, authentische Südtiroler Gerichte und ebenso authentische Gastwirte.
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