Kalkofen Quadrat

Schon in der Kupferzeit (ca. 2.500 v. Chr.) wurde oberhalb von Quadrat (Ortsteil von Partschins) Marmor gebrochen. Davon zeugen vier Menhire, die der Heimatforscher Matthias Ladurner-Parthanes 1932/42 am Töllgraben bei Plars entdeckte.

Es handelt sich um figurative, grob behauene Steinsäulen, die senkrecht im Boden aufgestellt wurden und Helden oder bedeutende Ahnen darstellen sollten. Die Langsteine sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass unsere Gegend bereits vor rund 4.500 Jahren besiedelt war. Wohl nie geklärt werden wird, wie die Urbewohner die rätselhaften, teils über tausend Kilogramm schweren Kultsteine vom Quadrater Steinbruch an ihren Bestimmungsort transportierten. Heute sind sie im Archäologiemuseum in Bozen zu bewundern.

Auch die Römer holten sich hier Marmorblöcke und schufen unter anderem den Rablander Meilenstein (46 n. Chr.). Etwas oberhalb des Kalkbrandofens wird bis heute Kalkstein abgebaut. Um den Quadrater Kalkbrandofen vor dem Vergessen zu bewahren, wurde das Bauwerk vor einigen Jahren wieder freigelegt. Zuvor war es von Bäumen und Sträuchern derart überwuchert, dass es kaum mehr zu finden war.

Dieser Kalkofen am Mahlbachweg dürfte landesweit einer der größten und interessantesten sein. Er ist noch vollständig erhalten.

Die Vorgehensweise beim Kalkbrennen war folgende: Zunächst wurden die Kalksteine gesammelt und zum Ofen transportiert. Dort wurden sie gebrannt und anschließend mit Wasser „gelöscht“. Der so gewonnene Kalk wurde für Anstriche sowie zur Herstellung von Mörtel (1/3 Sumpfkalk, 2/3 Sand und Wasser) verwendet.

Bis 1880 war der Kalkbrandofen auf Quadrat in Betrieb. Wer am Nörderberg wandert oder mit dem Mountainbike unterwegs ist (ausgeschilderte MTB-Strecken mit tollen Trails), sollte hier unbedingt einen Zwischenstopp einlegen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Anfahrt zu den Ausgangspunkten unserer Wandertouren erfolgt umweltfreundlich und bequem mit Bus und Bahn. Mit dem Südtirol Guest Pass nutzen Sie alle öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol kostenlos – ganz ohne Parkplatzsuche. Tipp: Fahrpläne und Verbindungen finden Sie unter www.suedtirolmobil.info.

Anfahrtsbeschreibung

Parken
Parkplatz bei Töll Brücke für Wanderung oder in Rabland bei der Talstation der Seilbahn Aschbach für Wanderung ab Aschbach

Öffentliche Verkehrsmittel
Von Meran: mit der Vinschger Bahn oder dem Bus 251 nach Töll oder Rabland
Vom Vinschgau: mit der Vinschger Bahn oder dem Bus 251 nach Töll oder Rabland
Von Meran und von Partschins: Linie 213 bis Töll Bahnhof

 

Parken

In Partschins sind die Parkmöglichkeiten begrenzt. Zum Schutz des Naherholungsgebietes empfehlen wir die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

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