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Lagauntal & Berglalm

Das noch völlig unberührte Lagauntal zählt zu den schönsten Tälern Südtirols. Der Anstieg zur ehemaligen Heilbronner Hütte und dem Tascheljöchl bietet eine atemberaubende Fernsicht zu zahlreichen Dreitausendern. Auf dem Weg zur Berglalm durchwandert man eine idyllische Hochgebirgslandschaft mit ausgedehnten Lärchenwäldern.

Anfahrtsbeschreibung

Naturns - Schnalstal - Kurzras

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz in Kurzras (2011 m) wandert zunächst hinüber zum zur Talstation des Lazaunliftes und weiter zum Bergbauernhof Wieshof mit kleiner Kapelle. Hier beginnt der Weg Nr. 4 bzw. der A4 (Archäologische Wanderweg) durch schönen Lärchenund Zirbenhochwald in die Höhe führt. Nach etwa 1,5 Stunden gelangt man in das Lagauntal, ein unberührtes Hochtal mit einem kleinen See, Hochmooren und seltener Flora. Man flgt einem alten Wasserwaal entlang kurz in dieses Tal bis zu einer Stelle mit Hinweis auf archäologische Funde aus der Mittelsteinzeit, die belegen, dass dieses Gebiet schon vor 8000 Jahren von Jägern aufgesucht wurde. Nun führt der Weg hinunter zum Lagaunbach, den man über eine hölzerne Brücke überquert. An der Weggabelung dahinter folgt
man rechts weiter Weg Nr. 4. Über einen Moränenhang geht es hinauf zu einer kleinen Ebene und weiter in Serpentinen teilweise steil, aber auf gutem Weg hinauf zum Gipfelkreuz am Tascheljöchl mit den Resten der einstigen Heilbronner Hütte (2772 m) des Deutschen Alpenvereins, Sektion Heilbronn, die 1932 bis auf die Grundmauern nieder abgebrannt ist. Anstelle der alten Heilbronner Hütte wurde vom Alpenverein Schlanders 1999 ein kleiner Unterstand erbaut, der mit Sitzbank und Tisch zur Rast einlädt. Das große Plateau des Tascheljöchls ist der Übergang in das Schlandrauntal, das bis nach Schlanders führt. Der Ausblick hier oben ist grandios, die Weißkugel mit ihren 3738 Metern leuchtet von Weitem, in der Mitte die Grawandspitze, rechts der Similaun und unten der grün leuchtende Vernagter Stausee. Der Abstieg führt an der Weggabelung auf Weg Nr. 5, immer dem Stausee entgegen. Über Serpentinen gelangt man hinunter zur bewirtschafteten, urigen Berglalm (2214 m) an einem einem kleinen See. Nach Rast und Stärkung auf der Alm geht es zunächst auf Weg Nr. 13 und später auf Weg Nr. 5 über die Gerstgraser Böden in Richtung Lagauntal.
Auf dem Weg ins Lagauntal liegt auf der linken Seite ein markantes Loch, das den bezeichnenden Namen „Bärenfalle“ trägt. Für dieses Stück des Weges sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um die Baumschönheiten, die hier seit Jahrhunderten wachsen und, die Wetter und Blitz getrotzt haben, ausgiebig würdigen zu können, denn es dürften wohl die ältesten Zirbenbestände Südtirols sein. Nach der Brücke am Lagaunbach steigt man kurz hoch und geht über den Aufstiegsweg Nr. 4 zum Ausgangspunkt nach Kurzras zurück.

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