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Rundwanderung am Meraner Höhenweg

Der Meraner Höhenweg ist eine Rundwanderung von ca. 100 km und gilt als einer der schönsten Wanderungen im gesamten Alpenraum. Er kann in fünf bis acht Tagesetappen in beide Richtungen umrundet werden.
 
Der Meraner Höhenweg ist in einen Nord - und einen Südteil unterteilt und umrundet auf relativ gleichbleibender Höhe den Naturpark Texelgruppe entlang der Wegnummer 24. Der Nordteil ist geprägt vom Hochgebirgsklima der Texelgruppe, während sich im Südteil eine üppige Flora im submediterranem Klima findet. Vor allem der Südteil ermöglicht fantastische Ausblicke auf die Stadt Meran, das Etschtal und den Vinschgau.
 
Der tiefste Punkt des Weges liegt auf 839 m, der höchste Punkt auf fast 3.000 m. Die vielen An- und Abstiegsmöglichkeiten im Etschtal, Passeiertal und Schnalstal und zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Weges ermöglichen es, auch nur einzelne Etappen zu wandern oder die Strecke auf die individuellen Bedürfnisse abzustimmen. Der Weg erfordert Trittsicherheit und alpine Erfahrung. Die exponierten Stellen sind stets mit Ketten oder Seilen gesichert.
 
Mögliche Start- und Zielpunkte: Katharinaberg, Unterstell, Hochmuth, Ulfas, Vellau, Giggelberg, Pfossental, Christl, Matatz
Dauer: 5 – 8 Tage
Länge: ca. 100 km
Höhenunterschied insgesamt: 5.100 m
Tiefster Punkt: 839 m
Höchster Punkt: 2.895 m
Schwierigkeitsgrad: für geübte Bergwanderer
Bester Zeitraum: von Juli bis September
 
Informationen zu Sperren auf maps.merano-suedtirol.it
 
Allgemeine Informationen: www.meranerhoehenweg.com
 
 
Wegbeschreibung
 
Der Meraner Höhenweg hat eine Gesamtlänge von ca. 100 km und kann in fünf bis acht Tagesetappen umrundet werden.

 

1. Etappenvorschlag – Von Hochmuth (Dorf Tirol) bis Giggelberg (Partschins)

Mittelschwerer Bergweg, einige Stellen mit Stufen und Seilsicherung.
Streckenlänge: 13,4 km
Höhenmeter im Aufstieg: 731 m
Höhenmeter im Abstieg: 542 m
 

2. Etappenvorschlag – Von Giggelberg (Partschins) nach Katharinaberg (Schnalstal)

Zum Teil exponierter Bergweg, auf Abschnitten gesichert. Highlight: 1000 Stufen Schlucht.
Streckenlänge: 14,2 km
Höhenmeter im Aufstieg: 569 m
Höhenmeter im Abstieg: 894 m
 

3. Etappenvorschlag – Von Katharinaberg (Schnalstal) zu den Eishöfen (Schnalstal)

Mittelschwere Bergtour, die durch das Pfossental bis zu den Eishöfen im Schnalstal führt. Highlight: Gämsen und Steinadler. Blick auf die Gipfel Hohe Weiße und Hohe Wilde.
Streckenlänge: 12,6 km
Höhenmeter im Aufstieg: 954 m
Höhenmeter im Abstieg: 123 m
 

4. Etappenvorschlag – Vom Eishof (Schnalstal) nach Pfelders (Passeiertal)

Königsetappe des Meraner Höhenwegs. Gleichmäßig ansteigender Weg, hochalpines Gelände (einzelne Schneefelder möglich). Highlight: Der Weg führt vom Hochgebirge zu bewirtschafteten Schutzhütten und Almen.
Streckenlänge: 17,1 km
Höhenmeter im Aufstieg: 826 m
Höhenmeter im Abstieg: 1264 m
 

5. Etappenvorschlag – Vom Pfelders (Passeiertal) nach Matatz (Passeiertal)

Einsame Wälder, Lichtungen, Wiesen und Bergbauernhöfen. Teils befestigte Straßen durch Erschließung der Höfe.
Streckenlänge: 18 km
Höhenmeter im Aufstieg: 314 m
Höhenmeter im Abstieg: 894 m
 

6. Etappenvorschlag – Von Matatz (Passeiertal) nach Hochmuth (Dorf Tirol)

Vorbei am tiefsten Punkt des Meraner Höhenweges im Kalmbachtal auf 820 m. Highlight: Ausblick auf die Kurstadt Meran.
Streckenlänge: 18,4 km
Höhenmeter im Aufstieg: 1240 m
Höhenmeter im Abstieg: 934 m
 
 
Anfahrtsbeschreibung
 
Folgende Orte bieten Aufstiegsmöglichkeiten zum Meraner Höhenweg: Dorf Tirol, Algund, Partschins, Naturns, Katharinaberg im Schnalstal, St. Leonhard im Passeiertal
 
 
Parken
 
Aufstiegsmöglichkeiten und Parkplätze:

Meran → Dorf Tirol → Seilbahn Hochmuth → Hochmuth
Parkplatz bei der Talstation der Seilbahn Hochmuth, kostenpflichtig, (4,00 - 7,00 €/Tag) unbewacht

Algund → Sessellift Algund-Vellau → Korblift Leiteralm
Parkplätze bei der Talstation und Bergstation Sessellift Vellau, kostenlos, unbewacht

Partschins → Texelbahn-Giggelberg
Parkplatz bei der Talstation der Texelbahn, kostenlos, unbewacht

Naturns → Seilbahn Unterstell
Parkplatz bei der Seilbahn Unterstell, Talstation, kostenlos, unbewacht

Naturns → Schnalstal → Katharinaberg (Linienbus)
Parkplatz in Katharinaberg im Ort, kostenlos, unbewacht

Naturns → Schnalstal → Pfossental
Parkplatz beim Gasthof Jägerrast (Pfossental), kostenpflichtig (einmalig 2,80 €), bewacht durch
Bauernhofbesitzer

St. Leonhard → Pfelders (Linienbus)
Parkplatz in Pfelders, kostenpflichtig (6€/Tag) und Ulfas, kostenlos, unbewacht

St. Leonhard → Christl oder Matatz
 
Öffentliche Verkehrsmittel
 
Das gut ausgebaute Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln in Südtirol ermöglicht den Auf- und Abstieg zum Meraner Höhenweg an zahlreichen Orten. Informationen www.suedtirolmobil.info
 

Tipp des Autors
 

  1. Gegen den Strom: Die angeführten Etappenvorschläge sind auch in die umgekehrte Richtung begehbar.
  2. Proviant: Besonders auf der Strecke zwischen Pfelders und Matatz gibt es nur wenige Einkehrmöglichkeiten. Genügend Wasser und energiereiche Snacks sollten stets mitgeführt werden.
  3. Schon mal den Vinschger Höhenweg probiert?
 
Sicherheitshinweise
 
Der Meraner Höhenweg erfordert Trittsicherheit und alpine Erfahrung.

 
1. Planung: Informationen zu Länge und Schwierigkeitsgrad sind unerlässlich für ein sicheres Bergerlebnis. Stets Angehörige bzw. Gastgeber oder Hüttenwirt über das Ziel informieren.
 
2. Bewertung: Kondition objektiv einschätzen und entsprechende Tour auswählen. Frühmorgens aufbrechen und Reservezeit einplanen, um vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zu sein.
 
3. Tempo und Pausen: Gemäßigtes und regelmäßiges Gehtempo wählen. Regelmäßige Pausen einplanen (besonders, wenn Kinder mitwandern).
 
4. Trinken: Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten! Am besten eignen sich Getränke wie Wasser, Tee oder Natursäfte.
 
5. Achtsamkeit: Stets Rücksicht auf Schwächere in der Gruppe nehmen. Andere Wanderer auf Gefahren hinweisen und im Notfall erste Hilfe leisten.
 
6. Natur respektieren: Lärm vermeiden und keine Abfälle liegen lassen. Vegetation schonen und unter Naturschutz stehende Pflanzen und Tiere beachten.
 
7. Sicherheit: Stets der Markierung folgen und eingezeichnete Wege und Steige nicht verlassen. Regelmäßiger Abgleich mit der Wanderkarte und im Zweifelsfall rechtzeitig umkehren.
 
(Quelle: Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Assessorat für Tourismus)
 
 
Ausrüstung
 
Bekleidung: Die Wanderbekleidung soll der Jahreszeit angepasst sein. Zur Grundausstattung gehört eine winddichte Wanderjacke, robuste Wanderhosen, lange Wandersocken und trittfeste Wander- oder Trekkingschuhe. Unbedingt vorher die Wetterbedingungen prüfen und sich vor Ort über lokale klimatische Begebenheiten informieren.
 
Bargeld: Die Bezahlung mit Kreditkarten ist nicht auf allen Hütten möglich. Unbedingt genügend Bargeld mitnehmen. Übernachtung und Reservierung: In der Hochsaison ist eine frühzeitige Buchung auf den Hütten empfehlenswert. Bei Nichterscheinen bitte die Buchung stornieren.
 
Wandern mit Kindern: Bei den angegebenen Gehzeiten handelt es sich um Gehzeiten ohne Pausen bei einer durchschnittlichen Gehgeschwindigkeit eines Erwachsenen. Mit Kindern sind kürzere Etappen einzuplanen und regelmäßige Pausen einzulegen. An exponierten Stellen ist es ratsam, Kinder an die Hand zu nehmen und besonders achtsam zu sein.
 
Wandern mit Hund: Der Meraner Höhenweg ist grundsätzlich für vierbeinige Begleiter machbar, die längere Wanderungen gewohnt sind. Wichtig: Im Vorfeld bei den Hütten abklären, ob Hunde bei Übernachtungen in den Innenräumen erlaubt sind.
 

Achtung:
- zwischen Montferthof und Katharinaberg gibt es eine Sperre bis auf Widerruf. Die Umleitung ist ausgeschildert und man wandert ca. eine halbe Stunde länger. 
- zwischen Vernuer und Gasthof Bergrast Wegsperre aufgrund einer Baustelle; Umleitung ist ausgeschildert

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