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Urlaub mit Jake Gyllenhal, Jürgen Vogel und Tobias Moretti
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Urlaub mit Jake Gyllenhal, Jürgen Vogel und Tobias Moretti

Im Schnalstal können Sie nicht nur einen Urlaub in ursprünglicher Landschaft verbringen, sondern mit ein bisschen Glück auch einem echten Hollywoodstar begegnen.

Da sitzen dann schon mal Jake Gyllenhaal oder Jürgen Vogel an der Theke irgendwo in einem Lokal im Schnalstal. Kein Scherz – während Dreharbeiten kommt das nicht selten vor. Selbst George Clooney soll hier einmal Urlaub gemacht haben, rein privat. Zumindest erzählt man sich das hier im Schnalstal. Genaues wird man aus den Schnalsern nicht herausbekommen, denn sie sind äußerst diskret. Manche nehmen sogar kaum Notiz von den Stars, die sich in dem Tal zwischen Weinbergen und Gletscher tummeln. Doch warum kommen in den vergangenen Jahren immer mehr Filmleute in das Schnalstal?

Ganz einfach: Das ursprüngliche Tal bietet eine einzigartige Kulisse für große Kino-Produktionen, Werbespots und Foto-Shootings. Die Landschaft hier, der Schnalstaler Gletscher und die mächtigen Ötztaler Alpen, sind der Filmindustrie ins Auge gesprungen. Die unberührte Alpennatur, uralte entlegene Bauernhöfe und tiefe Wälder sind nur einige der vielen Drehorte.

Hollywod, Bollywood und jetzt Schnalsywood? Manfred Waldner, der Direktor des Tourismusvereins Schnalstal, benutzt gerne mal den Ausdruck „Schnalsywood“ für das Tal, das 2008 die ersten internationalen Filmteams anlockte.
„Vacanze di Natale“, ein italienischer Familienfilm, war die erste große Produktion. Dann folgten weitere. „Das finstere Tal“ zum Beispiel, mit Tobias Moretti und Sam Riley. Die Hollywood-Produktion „Everest“, die in einem Zeitraum von fünf Wochen am Schnalstaler Gletscher gedreht wurde, und die Jake Gyllenhaal, Jason Clarke, Josh Brolin und John Hawkes ins Tal brachten. Für diesen Film wurde das Schnalstal 2017 übrigens für „die Beste europäische Film- und TV-Location des Jahrzehnts“ nominiert und schaffte es sogar unter die Top Ten neben den Schauplätzen für „Game of Thrones“, „Mission Impossible“, „The Grand Budapest Hotel“ oder „Bridge of Spies“ von Steven Spielberg.

Ein weiterer Kinofilm mit Drehort im Schnalstal ist „Der Mann aus dem Eis“ mit Jürgen Vogel. Das Survival-Drama wurde damit gewissermaßen an den Originalschauplätzen gedreht, denn hier im Schnalstal, in den Ötztaler Alpen, entdeckten 1991 Bergsteiger den berühmten Mann aus dem Eis: Ötzi.

Der Fund der 5.300 Jahre alten Gletschermumie machte das Tal von einem Tag auf den anderen auf der ganzen Welt berühmt. Schon bald fanden die ersten Fernsehteams ins Tal, um große Dokumentationen über Ötzi zu drehen. Darunter National Geographics USA, History Channel und BBC.
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Hollywod, Bollywood und jetzt Schnalsywood?
Seit der Ötzi-Fund Kamerateams aus aller Welt in das stille Tal gebracht hat, ist eine kleine feine Foto- und Filmindustrie in Schnals entstanden. Das ganze Jahr hindurch finden Shootings großer Modezeitschriften wie zum Beispiel VOGUE und Elle im Schnalstal statt. Top-Werbespots der Unternehmen VISA, LG, Odlo, Haglöfs, The North Face oder Ferrero wurden hier gedreht. Rapper J-AX drehte ein Musikvideo in der wilden Natur des Tales. Zurzeit hat das Video auf YouTube über 38 Mio. Aufrufe.

Manfred Waldner kennt die Vorteile der Filmindustrie im Schnalstal. Diskretion wird hier nämlich besonders großgeschrieben. „Wir bewahren absolutes Stillschweigen, während ein Film bei uns gedreht wird, um den Drehtourismus nicht zu fördern und die Presse ins Tal zu holen.“ Zudem können dank des Schnalstaler Gletschers schon im Herbst Winterszenen gedreht und geshootet werden. Mit der höchsten Seilbahn Südtirols gelangen die Filmteams bequem auf den mächtigen Hochjochferner. Nur sechs Minuten dauert die Fahrt zur Bergstation Grawand auf 3.212 Meter, nahe der Fundstelle von Ötzi.

Ihre drehfreien Tage verbrachten Jake Gyllenhaal, Jürgen Vogel oder Tobias Moretti neben den anderen Schauspielern gerne beim Skifahren, bei einer Skitour oder beim Wandern. „Und alle durften die Ötzi Glacier Tour mitmachen“, sagt Waldner. Mittlerweile, so könnte man sagen, ist das bereits zur Tradition geworden. Mit einem erfahrenen Bergführer wanderten sie dabei in Seilschaft bis zur Ötzi-Fundstelle am Tisenjoch. Dort erlebten sie den imposanten Blick auf die Nordflanke des Similaun, den auch Sie hautnah miterleben können, wenn Sie die Tour mitmachen.

Im Sommer wird die Ötzi Glacier Tour als Wanderung angeboten, von Oktober bis April als Skitour. Gestartet wird auf der Grawand auf 3.212 Metern, wo übrigens das höchste Hotel der Alpen thront. Sieben bis acht Stunden geht es bei der Tour dann über den Hochjochferner, die Schwarze Wand, zum Hauslabjoch bis zum Tisenjoch. Sie können gewissermaßen hautnah erfahren, welche Strecke einst vielleicht auch Ötzi hinter sich brachte. Und wenn Sie noch mehr vom berühmten Mann aus dem Eis erfahren möchten, sollten Sie unbedingt einen Abstecher ins Freiluftmuseum archeoParc machen oder das Ötzi Museum in Bozen besuchen.

Aber zurück zur Filmindustrie: Immer wieder reisen Leute von Film und Fernsehen ins Schnalstal. Wer genau, das bleibt natürlich ein Geheimnis. Und wer weiß, vielleicht landen Sie eines Tages im Whirlpool auf dem Gletscher neben einem echten Hollywoodstar.
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