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Die Entstehung des Meraner Höhenweges
Geschichtliches vom schönsten Bergrundwanderweg Südtriols im Naturpark Texelgruppe
Die Entstehung des Meraner Höhenweges
Die Entstehung des Meraner Höhenweges
Die Entstehung des Meraner Höhenweges
Die Entstehung des Meraner Höhenweges
Die Entstehung des Meraner Höhenweges

Die Entstehung des Meraner Höhenweges

Geschichtliches vom schönsten Bergrundwanderweg Südtriols im Naturpark Texelgruppe

Das Vorhaben, am Südteil der Texelgruppe einen Wandersteig mit Panoramablick auf Meran zu erbauen, verfolgte Helmuth Ellmenreich (1963 – 1997 Erster Vorsitzender des Alpenvereins Südtirol/ AVS – Sektion Meran) und nahm damit die Idee des damaligen Vorsitzenden Oswald Wallnöfer (1960-1961) auf.
Bereits Mitte der Sechziger Jahre wurde damit begonnen, bereits bestehende, schmale, teilweise sehr waghalsige, von Bergbauern seit jeher genutzte Pfade miteinander zu verbinden. So stellte 1969 die gut ausgebaute sowie durchgehende Verbindung von Longfall über Talbauer, Hochmuth-Leiteralm-Hochganghaus-Nasereit-Giggelberg, den ersten fertiggestellten Teil des alpinen Rundweges dar, wofür Helmuth Ellmenreich den Namen „Meraner Höhenweg“ vorschlug.
1968 wurde Robert Schönweger zum Wege- und Markierungswart der Sektion Meran gewählt, der neuen Elan in die Ausarbeitung weiterer Wegeprojekte miteinbrachte.
Ellmenreich und Schönweger dachten nun an eine Weiterführung des Höhenweges gen Osten bzw. Westen, auf möglichst gleichbleibender Höhe im Bereich der obersten Berghöfe. Nach anfänglicher Skepsis sahen auch die Bauern durch die Verbindung ihre Möglichkeit, Wanderern entlang des Weges eigene Hofprodukte als auch Übernachtungsgelegenheiten anzubieten.
Die Passage von Longfall über Gfeis nach Vernuer erwies sich als erstes Verlängerungsstück, wobei Hans Prünster (vulgo „Walde Hons“ - Gasthof Walde) den Abschnitt Longfall-Gfeis bereits angelegt hatte. Als nächstes stand die Erschließung in westliche/nördliche Richtung an und zwar von Giggelberg über Hochforch zum Schnatzhof sowie von Vernuer bis Magdfeld.
Auf Erkundungstouren mit einheimischen Bergbauern bzw. ohne Vermessungstechniker begleitet, markierte Robert Schönweger mit Farbe und Pinsel jene Stellen, wo für die Neuanlage/Verbesserung bereits vorhandener Steige, erforderliche Arbeiten vorgenommen werden mussten.
Während der Abschnitt von Vernuer-Magdfeld verhältnismäßig einfach umzusetzen war, bereitete die zwischen Giggelberg und Schnatz gelegene Lahnbachschlucht große Schwierigkeiten.
Mit den damaligen technischen sowie finanziellen Mitteln entschied man sich für den bereits existierenden Steig von Hochforch hinunter nach Karneil. Zu einem noch etwas tieferen Punkt absteigend, an einer geeigneten Stelle den Lahnbach überquerend, ging es anschließend nach Staud, anbei über den Gruberhof nach Galmein und von dort über Innerforch bis Lind bzw. Unterstell. Der heute direkt angelegte Weg wurde später in Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung und der Sektion Untervinschgau (1988/89) geschaffen.
Durch die Errichtung des Naturpark Texelgruppe im Jahre 1976, wofür der AVS engagiert bei den politischen Verantwortlichen vortrat, wartet Ellmenreich mit der Idee auf, den Meraner Höhenweg zu einem Alpinweg auszubauen, der das Bergmassiv der Texelgruppe umrundet.
Während der Arzt Dr. Hans Pircher die Initiative für einen Weg von Ulfas nach Matatz/Vernuer ergriff, nahm der Wegewart Robert Schönweger mit seinen Mitarbeitern die Lage vor Ort in Augenschein, um die Möglichkeit zu eruieren, teils angelegte Steige in den Bereichen Magdfeld-Matatz und weiter über Christl nach Ulfas zu verbinden. Wanderkameraden des Schwäbischen Albvereins Nellingen/Stuttgart, die auch Mitglieder der AVS-Sektion Meran waren, boten bei dem Bau des Pfades Ulfas-Matatz ihre aktive, unterstützende Hilfe an, die den AVS-Leuten großes Kopfzerbrechen in Hinblick auf Planung/Finanzierung bereitete. So konnten die Arbeiten an der Teilstrecke Matatz-Ulfas 1982 abgeschlossen werden.
Aufgrund zu großer Höhenunterschiede, wurde vom Vorhaben, den Meraner Höhenweg vom Lindhof über den Dickhof verlaufen zu lassen, abgesehen und man entschied sich somit für den Wegverlauf von Innerunterstell und Kopfron bis nach Katharinaberg.
Zum guten Schluss waren noch die Passagen Ulfas-Hütt-Pfelders-Stettiner Hütte als auch Katharinaberg-Montfert-Vorderkaser ausständig. Während die vorzufindenden Pfade von Vorderkaser durchs Pfossental bis zur Stettiner Hütte und von Pfelders zur Stettiner Hütte nur mehr mit der Wegmarkierung Nr. 24 versehen werden mussten, gab es auch im Bereich Ulfas-Außerhütt-Pfelders keine große Schwierigkeiten. Beim Bau der Brücke über den Pfelderer Bach, stellte die Familie Fuchs/Spezialbierbrauerei Forst die finanziellen Mittel zur Verfügung. Nach Überwindung einiger schwierig zu erachtender, geländebedingter Verhältnisse beim Bau des Teilstücks Katharinaberg-Vorderkaser, konnte der Meraner Höhenweg am 30. Juni 1985 nach rund 10-jähriger Bauzeit in Katharinaberg feierlich seiner Bestimmung übergeben werden.
Helmuth Ellmenreich und Robert Schönweger waren die treibenden, unnachlässigen sowie engagierten Kräfte bei der Errichtung einer der schönsten Rundwanderwege Südtirols. Unterstützung erfuhren sie dabei von den verschiedenen Gemeindeverwaltungen als auch Tourismusvereinen der jeweiligen Gebiete. Ortskundige Bergbauern und Besitzer der Berggasthäuser standen dem Projekt mit Rat & Tat zur Seite und trugen damit maßgebend zum Bau des allseits beliebten Höhenweges bei. Auch die Mitglieder der AVS Sektionen Untervinschgau/Passeier haben motiviert als auch tüchtig mitgearbeitet, sodass sich der als „Freundschaftsband von Hof zu Hof, von Gemeinde zu Gemeinde, von Tal zu Tal“, deklarierte Meraner Höhenweg, seit je her größter Beliebtheit bzw. Bekanntheit erfreut.