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Geschichte der Gemeinde Partschins
Die Ortsteile Rabland, Töll, Quadrat, Vertigen, Sonnenberg, Tabland
Geschichte der Gemeinde Partschins
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Geschichte der Gemeinde Partschins

Geschichte der Gemeinde Partschins

Die Ortsteile Rabland, Töll, Quadrat, Vertigen, Sonnenberg, Tabland

Davon, dass die Gegend schon in der Frühzeit ein beliebtes Siedlungsgebiet war, zeugen zahlreiche Hinterlassenschaften. So deuten einzelne früheisenzeitliche Funde auf dem Golderskofel (966m) oberhalb von Partschins auf einen möglichen Brandopferplatz hin. Weitere prähistorische Fundplätze finden sich beim Hochganghaus, im Zieltal und bei den Spronser Seen.
Unzählige Schalensteine, deren genaue Bedeutung im Dunkeln liegen, sind im ganzen Gemeindegebiet zu finden. Wohl ebenfalls aus der frühen Eisenzeit (8. Jh. v. Chr.) stammt ein bronzenes Lappenbeil, das im Dezember 1914 im Geröll des Zielbachs nahe der Rablander Brücke gefunden wurde. In Partschins lässt sich zudem eine eisenzeitliche Niederlassung durch den Fund eines rätischen Hauses in der Hubenstraße nachweisen.

Eine große Bedeutung hatte die Gegend auch in der Römerzeit. Die hier vorbei führende Via Claudia Augusta belebte den überregionalen Handel und ließ die Gegend erblühen. Neben dem bedeutenden Meilenstein, eine Art Bauinschrift für die Via Claudia Augusta, ist auch ein Grabstein eines gewissen Eutropius erhalten und heute am Hochhubenhof in Partschins zu sehen. Zudem kennen wir eine Weihung eines Benefiziariers, eine Art Straßenpolizist, an die Göttin Nemesis aus der Mitte des 2. Jhs. Bedeutend ist auch eine Diana-Weihung, die im 17. Jh. im Zielbach gefunden wurde, aus der 1. Hälfte des 3. Jhs. stammt und heute im Ferdinandeum in Innsbruck ausgestellt ist. Angenommen wird, dass bereits in römischer Zeit eine Zollstation auf der Töll existiert hat und somit hier auch die Grenze zwischen der Regio X Venetia et Histria und der Provinz Raetien zu suchen ist. Alle gefundenen Inschriften sind aus Marmor gefertigt, der oberhalb des Weilers Quadrat am Nörderberg in einem Steinbruch abgebaut wurde.

Partschins
Der Hauptort Partschins liegt auf einem Schuttkegel am Beginn des Vinschgauer Sonnenbergs. Neben dem historischen Ortszentrum mit seinen gut erhaltenen Häusern und Bauernhöfen, den idyllischen Ansitzen und den malerischen Gassen, sind vor allem die spätgotische Pfarrkirche Peter und Paul, die Stachlburg im Herzen Partschins (Bio-Schlossweingut), der Ansitz Spauregg mit seiner markanten rötlichen Bemalung, der Gaudententurm, der eine Schnapsbrennerei beherbergt, sowie das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer, welches das Leben und Wirken des berühmtesten Partschinsers beleuchtet und eine großartige Sammlung besitzt, sehenswert.

Rabland
Im Gegensatz zu Partschins liegt Rabland direkt in der Talsohle, kann aber auf eine ebenso lange und großartige Geschichte zurückblicken. Als Straßensiedlung an der einstigen Via Claudia Augusta und der heutigen Vinschgauerstraße hatte Rabland aber vor allem wirtschaftliche Bedeutung. So prägen hier neben wunderbar restaurierten Bauerhöfen vor allem altehrwürdige Gasthäuser wie das heutige Hotel Hanswirt den Charakter der Ortschaft. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die im spätgotischen Stil erbaute St. Jakob Kirche direkt an der Hauptstraße und die gleich dahinter befindliche Neue Pfarrkirche (auch Christuskirche genannt), die 1961 erbaut wurde und vom bekannten Künstler Friedrich Gurschler ausgestattet wurde. Einen Besuch wert ist des Weiteren das Eisenbahnmuseum, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen mit seiner Miniaturwelt fasziniert.

Töll
Die kleine Ortschaft direkt in der Talsohle auf etwa 500 m Höhe ist heute beliebter Ausgangspunkt von Wanderungen, wie dem Marlinger- und Algunder Waalweg. Einst erlangte die Straßensiedlung überregionale Bedeutung durch die Zollstation, die hier wohl schon seit der Römerzeit und bis ins 19. Jh. existierte. So stammt denn auch der Name Töll sehr wahrscheinlich von teloneum=Zoll. Kulturwissenschaftlich bedeutend ist neben den Malereien im Steidlhaus, die um 1530 entstanden sind, und der Kirche St. Helena aus dem 14. Jh., vor allem Bad Egart, das älteste Badl Tirols, das heute ein K.u.K. Museum beherbergt. Als Meilenstein der Industrie gilt das zwischen 1895 und 1897 entstandene Wasserkraftwerk, das erste seiner Art in Südtirol. Das auffällige Schleusentor mit darüber gelegenem -häuschen, das auf drei gemauerten Säulen direkt über der Etsch aufragt, ist heute ein beliebtes Fotomotiv.

Quadrat
Der Name Quadrat stammt wahrscheinlich vom lateinischen Wort „quadratus“ und bezieht sich auf die Steinquader, die hier in dem schon seit der Römerzeit aktiven Marmorsteinbruch gebrochen wurden. Zwischenzeitlich aufgelassen wurde ab dem 20 Jh. wieder geschürft, diesmal aber zur Kalkgewinnung, die auch heute noch von der Firma Röfix fortgeführt wird. Nahe dem alten Steinbruch ist ein sehr gut erhaltener Kalkbrennofen zu besichtigen. Ein wahres Kleinod stellen die Quadrathöfe dar, verstreute Bauernhöfe, die gut auf ausgedehnten Wanderungen erkundet werden können.

Weitere Ortsteile der Gemeinde Partschins sind Sonnenberg, Tabland und Vertigen, die oberhalb Partschins am Vinschgauer Sonnenberg gelegen sind und sich vor allem durch ihre verstreut gelegenen alten Bauernhöfe auszeichnen.
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