Brauchtum und Tradition in Partschins
Lebendige Traditionen und Bräuche im Dorf oberhalb von Meran
Brauchtum und Tradition in Partschins
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Brauchtum und Tradition in Partschins
Brauchtum und Tradition in Partschins
Brauchtum und Tradition in Partschins
Brauchtum und Tradition in Partschins
Brauchtum und Tradition in Partschins

Brauchtum und Tradition in Partschins

Lebendige Traditionen und Bräuche im Dorf oberhalb von Meran

Brauchtum und Tradition sind in Partschins eng mit dem christlichen Glauben und der römisch-katholischen Kirche verknüpft. Das ganze Jahr über finden farbenprächtige Prozessionen statt. Vor Ostern trifft man sich zum Palmbusch-Binden und am Ostersonntag erhalten Patenkinder den Fochaz, ein Hefezopf in Form einer Henne oder eines Hasen.

Am dritten Sonntag nach Pfingsten findet das Herz-Jesu-Fest statt. Die Südtiroler entzünden weithin sichtbare Bergfeuer, um so an den Kampf gegen die französischen Truppen zu gedenken. Auch die die roten Geranien, im Dialekt Brennend Liab genannt, welche die vielen Häuser in Partschins, Rabland und Töll schmücken, drücken die Verbundenheit mit der Heimat aus. Ein Höhepunkt des Brauchtums in Partschins ist der Schafabtrieb aus dem Zieltal, jeweils am 3. Sonntag im September.
Partschinser Sagen und Legenden

Von Hexen, Teufeln, Zwergen und mystischen Wesen: Partschins hat seine ganz eigenen uralten Legenden und mythischen Überlieferungen.

Die Durster Hex
Auf dem Dursterhof am Sonnenberg lebte um das Jahr 1840 eine verwitwete Bäuerin, die eine Hexe war (so sagt man). Sie verstand sich auf das Zubereiten von verschiedensten Zaubertränklein und
beherrschte allerlei Zauberkünste. Da ihr Mann kurz nach ihrer Hochzeit plötzlich verstarb, blieb die Ehe kinderlos. Die Todesursache des jungen Ehemannes, der immer kerngesund gewesen
war, konnte nie geklärt werden. Man vermutete daher, dass die Frau ihren Angetrauten „ins Jenseits beförderte“. Die Behörden konnten ihr jedoch nichts nachweisen, und so blieb sie unbehelligt.
Über diese Frau wusste man lediglich, dass sie vom Nonsberg kam und dass sie aus ärmlichen Verhältnissen stammte. Nun war sie alleinige Besitzerin und bewirtschaftete mit zwei Knechten
und einer Magd den Dursterhof. Da sie von der Landwirtschaft wenig verstand, behandelte sie ihre Dienstboten gezwungenermaßen gut und entlohnte sie ordentlich.
So fühlten sich diese auf dem Hof wohl und arbeiteten fleißig und verlässlich in Haus, Stall und auf dem Feld. Zu gewissen Zeiten, besonders an Donnerstagen, war die Bäuerin nicht zu Hause. Sie erklärte ihre Abwesenheit damit, dass sie wichtige Dinge zu erledigen habe. In Wirklichkeit hielt sie sich bei den Hexen auf dem Hexenplatz, bei der „Stuaner – Geada – Hütt“ am „Kleinen Bergl“ auf. Dort trafen sich die Hexen der Umgebung und trieben allerlei Unfug.

Die Durster Hex versenkt die Giggelberger Hausquelle
Am Dursterhof herrschte damals ein großer Wassermangel, da die einzige Quelle in der „Hausries“ nur wenig Wasser lieferte; zeitweise versiegte sie fast zur Gänze. Der Hofname „Durster“ leitet sich übrigens von dieser seinerzeitigen Wasserknappheit ab. Schon lange brütete die Dursterin darüber nach, woher sie mehr Wasser bekommen könnte. Als mögliche Lösung bot sich die ergiebige Giggelberger Hausquelle an, auf die sie ihren Nachbarn schon lange neidisch war. Sie wusste jedoch nicht, wie man diese Quelle „anzapfen“ könnte. Da riet ihr eine befreundete Hexe, der sie von ihrem Wasserproblem erzählte, das köstliche Nass mit Quecksilber zu versenken. Das Wasser würde dann eine neue unterirdische Ader finden und weiter unten die „Hausriesquelle“ speisen. Der Dursterhof hätte dann Wasser in Überfluss. Der Bäuerin gefiel dieser teuflische Plan, und sie machte sich sofort daran ihn in die Tat umzusetzen. Sie besorgte sich bei einem Hexenmeister in Meran das benötigte Quecksilber, schlich heimlich in der Nacht zur Giggelberger Quelle und schüttete das flüssige Schwermetall ins Wasser. Die Rechnung der Dursterin ging tatsächlich auf, denn schon am nächsten Tag sprudelte das Giggelberger Wasser an der „Hausriesquelle“. Die Wasserknappheit am Dursterhof gehörte von nun an der Vergangenheit an. Der Name des Hofes, der an diese Zeit erinnert, ist bis auf den heutigen Tag geblieben.

Der Giggelberger Hof ohne Wasser
Mit Entsetzen mussten die Bewohner auf Giggelberg feststellen, dass ihre Hausquelle plötzlich über Nacht keinen Tropfen Wasser mehr lieferte. Für ihren Hof hatte das Versiegen des Hauswassers fatale Folgen. Man verdächtigte sofort die Durster Hex als Täterin, doch konnte man ihr nichts beweisen. Eiligst mussten sich die Giggelberger auf die Suche nach einer neuen Quelle machen. Die einzige Möglichkeit war die Verlegung einer Wasserleitung aus Holzkandeln zu den „Brünn“ im Schindeltal. Die dortige Quelle, die bis auf den heutigen Tag den Giggelberger Hof mit Trinkwasser versorgt, liegt östlich der „Orenalm“ auf rund 2.000 m Meereshöhe. Das Wasser der „Brünnlquelle“ reichte nur zur Versorgung von Mensch und Vieh, nicht jedoch zur Bewässerung der Wiesen und Äcker. Auch die Mühle konnte nicht mehr betrieben werden. Sie wurde daher aufgelassen und verfiel. Das hatte zur Folge, dass die Besitzer der Höfe Giggelberg und Rammwald gemeinsam eine Mühle am Ufer des Zielbaches erbauten, die bis in die neueste Zeit von beiden Höfen benützt wurde. Durch den „Wasserdiebstahl“ der Dursterin hatten nunmehr die Giggelberger an Wasserknappheit zu leiden. Im Jahre 1870, als die Sonnenberger Bauern in einer beispielhaften Gemeinschaftsarbeit den Zielerwaal erbauten, war die Wassernot auch auf Giggelberg behoben. Der besagte Waal leitet seitdem das Wasser des Schrambaches zu den Höfen am Sonnenberg.

Die Durster Hex schlägt aus „Küblmilch“ Butter
Einst war ein Schneider aus Partschins am Dursterhof auf der Stör. Als er der Bäuerin beim Ausbuttern heimlich zusah, entdeckte er, dass sie den Rührstab beim zweiten Rührgang mit einer Art Salbe bestrich. So konnte sie aus der „Küblmilch“ (Buttermilch) noch einmal Butter herstellen. Auf den eigenen Gewinn bedacht, entwendete der Schneider aus der Schachtel eine Portion Salbe, trug sie nach Hause und beschmierte damit insgeheim den Rührstab seines Butterfasses. Des Schneiders Frau erzielte danach, ebenso aus Buttermilch, eine Unmenge Butter, ohne zu wissen, wie das geschehen konnte.
In der folgenden Nacht klopfte der Teufel ans Fenster und forderte den Schneider auf, sich in einem besonderen Buch zu „unterschreiben“. Der verdutzte Mann überlegte eine Weile und trug dann den Namen Jesu ein. Jetzt hatte der Teufel die Macht über das Buch verloren und musste es zurücklassen. Als der Schneider das Teufelsbuch durchblätterte, entdeckte er darin auch die Unterschrift der Dursterbäuerin, welcher er die Teufelssalbe gestohlen hatte. Der Schneider brachte das Buch zum Pfarrer, der ein Feuer aus geweihten Palmbuschen entfachte und es darin verbrannte.

Die Hasel Hexe
Bei einem Bauern in Partschins war eine Hexe im Dienst, die den Hütbuben gar nicht ausstehen konnte. Bald gab sie ihm eine Ohrfeige, dass ihm der ganze Kopf sang, bald malträtierte sie ihn auf andere Weise. Die Bäuerin sagte kein Wort dazu, weil die Dirn bei ihr in hohen Ehren stand, denn die Kühe gaben so viel Milch, wie früher nie und Butter und Käse gab es im Überfluss.
An einem Donnerstag musste die Dirn mit dem Hütbuben zum Sonnenberg gehen, um Laub zu streifen. Als sie bei den Stauden war, sagte sie zum Knaben: "Jetzt klaube Laub, dass beide Körbe voll werden, denn ich muss weiter den Berg hinauf, um Haselnüsse zu suchen! Arbeite nur schnell und schau mir nicht nach! Sind nicht beide Körbe voll, wenn ich zurückkomme, will ich dich durchhauen, dass du's am Jüngsten Tage noch merkst!" Sie ging und dem Buben kam die ganze Sache bedenklich vor. Als er glaubte, sie sei schon eine Strecke fort, schlich er ihr nach - und sah bald viele Weiber auf einer ebenen Bergwiese tanzen und springen. Doch bald kamen sie zu streiten, fassten einander an den Haaren und rauften sich so lange, bis sie die Viehdirn zerrissen. Dann ging der Tanz von neuem an.
Bald jedoch suchten einige Hexen die Gebeine der Toten zusammen und legten sie in Ordnung. Nur eines konnten sie nicht mehr finden. Nach langem vergeblichen Suchen brach ein Weib von einer Haselstaude einen Zweig und legte ihn statt des fehlenden Beinchens unter allerlei Sprüchen hin.
Alsogleich wurde die Zerrissene lebendig und sprang auf. "Nun bist du wieder ganz", sagte die Alte, "bis dich jemand 'Haselhexe' nennt. Dann ist aber der Zauber hin und du zerfällst in viele Stücke wie vorher." Dies merkte sich der Knabe und schlich alsogleich zu seiner Arbeit zurück. Bald kam sie nach und fand die Körbe noch nicht gefüllt. Da fing sie an zu fluchen und zu schelten und schlug den Knaben. "Laß mich in Ruhe, sonst will ich dir helfen", drohte er. Doch umsonst - sie mißhandelte ihn nur umso mehr. Endlich rief er: "Du bist die Haselhexe!" - und augenblicklich fiel sie in Stücke.
Der Knabe war nun von der Hexe erlöst, der Bäuerin aber war die ganze Geschichte unlieb, denn Milch und Butter nahmen ab und im ganzen Dorf wurde bekannt, dass sie eine Hexe im Dienst behalten habe.

Die Stuaner Geada
Am Partschinser Sagenweg, einige Gehminuten oberhalb des Partschinser Waalweges, befindet sich die sagenumwobene Stuanergeadahütt. Es handelt sich um eine schon in prähistorischer Zeit von Urmenschen benützte Wohnhöhle. Im Inneren der Höhle ist noch die Feuerstelle mit einem offenen Rauchabzug zu erkennen. In dieser Höhle hauste einst die Stuaner Geada (Gertraud vom Steinerhof in Tabland), eine böse Hexe, von der in Partschins gar manches erzählt wird. Einmal braute sie ein furchtbares Gewitter zusammen, dass es beinahe das Dorf und die Kirche St. Helena in Töll zerstört hätte, während oberhalb vom Greiterhof die Sonne strahlend vom Himmel lachte.
Die Hexe ernährte sich von Würmern, Mäusen und Ratten, die sie mit einem eigenen Sprüchlein herbeizulocken verstand. Auch sollen ihr die geheimen Namen der Tiere bekannt gewesen sein. Bei schönem Wetter saß sie auf dem großen Stein, Geada Zopfnstuan genannt, der die Höhle überdacht, und spann mit ihrem Spinnrad die Schafwolle zu riesigen Knäueln. Dabei soll ihr der Teufel lustige Gesellschaft geleistet haben. Auf dem Scheitel des Steines kann man noch deutlich die Sitzfläche der Hexe, die Einkerbungen des Spinnrades und sogar den in den Stein gebrannten Abdruck der Feuerhand des Teufels erkennen. Hinter der Stuanergeadahütt befindet sich der Hexenplatz, auf dem sich einst die Hexen versammelten und ihr Unwesen trieben.

Die Teufelsplatte
Einige Gehminuten oberhalb der Stuanergeadahütt befindet sich etwas abseits vom Sagenweg die Teufelsplatte. Auf der kleinen Steinplatte sind 2 Frauenfußabdrücke und 6 Paar Ziegenfußabdrücke zu erkennen. Die Sage berichtet, dass der Teufel, der bekanntlich einen Geißfuß hat, ein liederliches Mädchen aus dem Schnalstal im Fluge herübergetragen und hier gerastet habe. Auf dem Weg zur Hölle soll er der schönen Maid ihr langes blondes Haar gekämmt haben. Die Abdrücke der glühend heißen Klauen des Höllischen und der zu Höllenqualen verdammten Schnalserin haben gut erkennbar ihre Spuren hinterlassen.

Das letzte Nörggele
(Nörggelen waren zwergenhafte Wesen mit dicken Köpfen, langen Bärten und listigen Äuglein) Das letzte Nörggele, dessen man sich im Vinschgau erinnern kann, war bei einem Bauern am Partschinser Sonnenberg bedienstet, für den es das Kleinvieh weidete. Das Männlein war viel gutmütiger als die bisher beschriebenen Zwerglein und hatte nichts von deren Tücke und Bosheit. Es war Brauch, dass der Hirt das Mittagsbrot auf die Weide mitnimmt. Weil das Nörggele aber nie am Hof erschien, banden die Bauersleute das Essen einem Bock auf die Hörner, damit er es ihm auf die Weide hinaustrage. Als der Bauer einmal bemerkte, wie das Gewand des kleinen Hirten, nach langem, treuem Dienst, ganz verschlissen an seinem Leib hing, knüpfte er dem Bocke ein Bündel neuer Kleider auf die Hörner und schickte ihn hinaus zum Norgg. Als dieser das Tier daherkommen sah, fing er überlaut zu weinen und zu heulen an, rannte, die Hände ringend, wie ein Verzweifelter hin und her und jammerte:
"I bin so olt, i woaß die Moarspitz, kloan wie a Kitz,
und die Moarwies neunmol Wies und neunmol Wold.
Iatz hobn mi di Bauern bezohlt,
und iatz muaß i fort, an einen andern Ort."
Sprachs und lief auf Nimmerwiedersehen davon.

Die Sage um das Schloss am Salten
Einst soll ein prächtiges Schloss am Salten in Partschins gestanden haben. Darin hauste Ritter Werdomer, der keinen guten Ruf hatte und ein ausschweifendes Leben führte. Er unterdrückte und quälte seine Untergebenen und auch seine Frau Gundisand war sehr unglücklich.
Zwei Jahre nach der Hochzeit von Ritter Werdomer und Gundisand geschah es: der Sage nach brach im Jahre 1328 der "Wildsee hinterm Ginggl" aus und zerstörte das Schloss mit den umliegenden Häusern. Auch das halbe Dorf Partschins, wo man gerade die Kirchtagsnacht (Peter und Paul) feierte, soll unter den Fluten begraben worden sein.
Bei einer Wanderung entlang des Partschinser Sagenweges findet man heute den sogenannten Saltenstein. Unter dem gewaltigen Stein soll die Glocke der ehemaligen Schlosskapelle stecken. Alle 100 Jahre zu Peter und Paul, am 29. Juni, soll die Glocke läuten. Fromme Menschen sollen die Glocke dann mit Hilfe geweihter Gegenstände heben und die Seele der armen Gundisand erlösen können.

Opfer der Liebe
Ein junger Graf von Schloss Kastelbell liebte die anmutige Tochter des Zollwirts auf der Töll. Beide waren einander in aufrichtiger Liebe zugetan. Ritter Kosmas vom Schloss Vorst hatte aber schon ebenso lange ein Auge auf das schöne Mädchen geworfen. Er erfuhr bei einem Gastgelage von der beiden Liebe. Der Bösewicht sann daraufhin nach einer Möglichkeit die Liebenden zu verderben.
An einem schönen, milden Herbsttag ritt der junge Graf auf die Fasanenjagd durch die Auen von Rabland. Nachdem er am Abend seinen Diener mit der Jagdbeute ins väterliche Schloss zurückgeschickt hatte, bestieg er sein Ross und ritt mit den zwei schönsten Fasanen zu seinem Liebchen auf die Töll hinunter. Sein Nebenbuhler, Ritter Kosmas, hatte sich jedoch die ganze Zeit heimlich in seiner Nähe aufgehalten und folgte ihm auch jetzt wieder unauffällig auf einem Seitenweg. Wie er nun die beiden Liebenden vor dem Zollwirtshaus zusammen sah, riss er in höchster Wut seine Armbrust herunter und zielte auf seinen Gegner. Das tapfere Mädchen stellte sich blitzschnell vor ihren Liebsten hin und fing mit ihrem Körper den tödlichen Pfeil auf. Sie sah ihren Geliebten noch einmal liebevoll an und sank dann mit einem Seufzer leblos zu Boden. Der junge Graf, zu Tode erschrocken, zog gleich sein Schwert und stieß es dem feigen Mörder in die Brust. Die liebe Tote wurde nach Kastelbell überführt und im gräflichen Grab bestattet. Der junge Ritter, untröstlich über seinen unermesslichen Verlust, verließ alsbald die väterliche Burg und zog sich in die Stille der Kartause Allerengelberg in Schnals zurück.

Die Königshofsennerin
Auf der Königshofalm im Zieltal wohnte vor langer Zeit eine junge, hübsche Sennerin, auf die es so mancher Hirte und Jäger abgesehen hatte. Es war die Zeit des aufkommenden Alpinismus, und es verirrte sich auch manch schneidiger Bergsteiger in diese einsame Gegend. Die jungen Burschen konnten dem Liebreiz der Sennerin nicht widerstehen und ein Schäferstündchen auf der Königshofalm blieb nicht ohne Folgen. Es stellte sich Nachwuchs ein und die Sennerin entband. Sie bettete das Neugeborene in einen Korb und schickte den jungen Hütbub mit der kostbaren Last hinunter nach Partschins zum Pfarrer, um es taufen zu lassen. Der strenge Pfarrherr fragte sogleich, wer denn wohl der Vater des Kindes wäre - das müsse er wissen, sonst kann er es nicht taufen. Darüber konnte der Bub keine Auskunft geben und so musste er mit dem Kind wiederum den weiten Weg auf die Königsalm hinaufsteigen.
Er überbrachte der verdutzten Sennerin die Nachricht von der Forderung des Herrn Pfarrers. Da sagte diese zum Hirtenjungen: "Gehst noch einmal mit dem Kind zum Pfarrer hinunter und sagst ihm, sein Vater ist der 'Deutsche und Österreichische Alpenverein'. Erneut machte sich der brave Bub auf den Weg ins Tal hinunter zum Pfarrer. Als dieser von der Vaterschaft des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins hörte, war er zufrieden und spendete dem "Königshof-Seppele", wie es später allgemein genannt wurde, das Sakrament der Taufe.

Quelle: Dorfbuch Ewald Lassnig

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