Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Löwenzahn-Ernte zur Tagundnachtgleiche
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol
Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol

Brauchtum „Zigoristechn“ Löwenzahn stechen in Südtirol

Löwenzahn-Ernte zur Tagundnachtgleiche

Im Volksglauben haben Wildkräuter zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Frühling eine besondere Heilkraft.
Abhängig unter anderem vom Abstand zum letzten Schaltjahr fällt die Tag-und-Nacht-Gleiche auf den 19., 20. oder 21. März.
In Südtirol wird zum Frühlingsbeginn traditionell "Zigori" gestochen. Zigori ist die übliche Bezeichnung für Löwenzahn im Alpenraum. Für viele nur als lästiges Unkraut bekannt, ist der Löwenzahn in Wirklichkeit ein Wunderkraut. Löwenzahn ist ein Kraftspender des Frühjahrs, der den Organismus wieder aus dem Winterschlaf holt. Bereits im Mittelalter war er als Heilkraut bekannt. Seine Blätter enthalten besonders viel Kalium und Vitamin C. Ebenso befinden sich in den Blättern Bitterstoffe, die den Appetit anregen und die Verdauung fördern.
Wenn im März die ersten zarten Blattrosetten vom Löwenzahn sprießen, machen sich die Bäuerinnen in Partschins auf dem Weg zum traditionellen „Zigoristechn“: junger Löwenzahn wird mit kleinen spitzen Messern aus der Erde gestochen und in Körben gesammelt. Geerntet wird der Löwenzahn samt Wurzeln, denn auch die Wurzelstücke sind sehr gesund. Bestenfalls ernten die Bäuerinnen den Löwenzahn zur Tag-und-Nacht-Gleiche für die meiste Heilkraft, denn dann soll er die größte Wirkung haben.
Zu Hause wird der Zigori gewaschen und von der Erde befreit. Auch die Wurzeln werden geputzt und aufgeschnitten. Blätterrosetten und klein geschnittene Wurzeln verarbeiten die Bäuerinnen zum traditionellen Zigorisalat, in Südtirol auch als Wiesensalat bekannt. Der Salat wird mit Essig und Öl angerichtet und mit Kartoffeln und einem hartgekochten Ei verfeinert.

Bitter macht fitter
… Löwenzahn - ein Superstar unter den Wildkräutern! Gsund und guat!
Der Löwenzahn ist eine in vielfältiger Weise kulinarisch, diätetisch und therapeutisch genutzte Heilpflanze. Seine Bitterstoffe sind verdauungsfördernd, appetitanregend, blähungstreibend, harntreibend und nierendurchspühlend, er regt den Stoffwechsel an und fördert die Gallensekretion.
Diese Bitterstoffe – haben wir besonders im Frühjahr – bitter nötig!
Auf dem Teller – aber keine bittere Sache … im Gegenteil der Geschmack hat es in sich!
Junger Löwenzahn ist sehr vielseitig einsetzbar. Neben dem traditionellen Zigorisalat schmeckt marinierter Zigori (Löwenzahn) als leichtes und delikates Frühlingsgericht sehr lecker - verfeinert mit Topfenpralinen und Südtiroler Speck. Aber auch für Pastagerichte, wie grüne Zigori Tortelli, oder als eingelegte Löwenzahn-Kapern eignet sich das Wunderkraut bestens und versorgt den Körper daneben mit frischen Vitaminen.

Übrigens: Früher verwendeten die Südtiroler Bauern getrocknete Löwenzahnwurzeln als Kaffeeersatz, bekannt als „Muggefugg“ in Südtirol.
Dazu haben sie die Wurzeln nach dem Trocknen geröstet und gemahlen.
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