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Holerpfann-Sonntag und Scheibenschlagen im Vinschgau
Traditionelle Feuer am ersten Fastensonntag
Holerpfann-Sonntag und Scheibenschlagen im Vinschgau
Holerpfann-Sonntag und Scheibenschlagen im Vinschgau
Holerpfann-Sonntag und Scheibenschlagen im Vinschgau

Holerpfann-Sonntag und Scheibenschlagen im Vinschgau

Traditionelle Feuer am ersten Fastensonntag

Der erste Fastensonntag ist als „Kas-Sonntag“ oder „Holerpfannsonntag“ bekannt.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurden früher auf den Bauernhöfen die Holerpfannfeuer entzündet.
Genau weiß man nicht mehr, wie dieser Brauch aus heidnischer Vorzeit entstanden ist. Vielleicht galt es die Hexen abzuwehren (Stuana Geada) oder wollte man sich an Hulda, der Königin der Saligen Fräulein erinnern, die den Menschen in verschiedenen Nöten beistand.
Auf jeden Fall führt dieser Brauch auf die Winteraustreibung und auf ein segensreiches Erntejahr zurück!
Manche meinen, der Brauch hängt mit der Pestzeit zusammen.
Als die Seuche ausgetobt hatte, suchten die Überlebenden wieder miteinander in Verbindung zu kommen. Um Lebenszeichen zu geben, wurden Feuer entzündet.

Im Vinschgau geht ein ähnlicher Brauch zum selben Tag einher – der Scheibenschlag-Sonntag!
Man bestreicht Holzscheiben mit Pech, entzündet sie, um sie dann brennend den Hang hinunter zu treiben.
Dazu rufen die Teilnehmer allerhand Sprüche, darunter folgenden:
"Wonne, Wonne, die Scheibe
will i weit aussetreibe!
Küechle in der Wanne,
Schmalz in der Pfanne -
flugs in die Eard',
daß d' Scheibe weit aussegeaht!"