Glaubensweg auf dem Vigiljoch

Der Rundweg am Vigiljoch, oberhalb von Lana im Meraner Land, ist mit 6 Stationen ausgestattet, die dazu einladen diese friedliche Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Der Glaubensweg am Vigiljoch verbindet Natur, Ruhe und Besinnung auf besondere Weise. Entlang des Weges laden sechs Stationen dazu ein, innezuhalten und sich mit Themen des Glaubens und des Lebens auseinanderzusetzen. Die leichte Wanderung führt durch idyllische Wälder und Wiesen rund um das autofreie Vigiljoch und eignet sich für Familien, Genießer und Ruhesuchende gleichermaßen. Entlang der Strecke eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf das Etschtal und die umliegende Bergwelt.

  1. Station Offenheit

Schau in die Ferne, beobachtete das Nahe, betrachte durch das Fenster der Natur die Größe und Liebe Gottes!

Die Terrasse ist wie der Eintritt in ein Landschaftsbild. Der Blick öffnet sich in die Weite. Erst das Schauen durch das Fernrohr grenzt den Fokus ein, macht ein Detail besser sichtbar. Glaube ist Offenheit für eine andere, tiefere, größere Wirklichkeit. Mögen wir das Nahe, Wertvolle im Kleinen, Unscheinbare nicht aus den Augen verlieren und darin eine Spur der Liebe Gottes sehen.

  1. Station Freiheit

Die Freiheit ist wie die Luft und die Sonne; man muss sie verloren haben, um zu wissen, dass man ohne sie nicht leben kann.

Giacomo Matteotti

Zwei „Liegen“ laden ein, an diesem freien Platz im Wald zu verweilen und im Blick nach oben dem Gefühl der Freiheit nachzuspüren. Freiheit impliziert Individualität. Wer sie definiert, grenzt ein. Wie ein Vogel dürfen wir hier unsere Gedanken und Gefühle auf die Reise schicken… Christlicher Glaube ist ein Glaube an den Gott der Befreiung. Die Kraft des Glaubens vermag uns innere Freiheit zu schenken.

  1. Station Entscheidung

Geh den Weg, der für dich bestimmt ist und hinterlasse Spuren!

Denken und Tun ist geprägt von Entscheidungen, täglich. Sie machen die Schritte zu einem ganz persönlichen Weg. Manchmal ähneln die Spuren einem Fragezeichen, manchmal einem Rufezeichen. Halte inne, verweile, schöpfe Kraft und spüre den Moment, wann es Zeit ist, weiterzugehen. Sind die Schritte sicher und entschlossen oder zaghaft und zart, der Glaube schenkt die Zusage Gottes: Ich bin da!

  1. Station Leben

Das Leben ist eine Chance, nütze sie.

Das Leben ist ein Traum, mach daraus Wirklichkeit.

Das Leben ist eine Pflicht, erfülle sie.

Das Leben ist kostbar, gehe sorgfältig damit um.

Das Leben ist Reichtum, bewahre ihn.

Mutter Theresa

 

Alles Leben ist Bewegung. Sinnbildlich dafür wird das Wasser des Sees zu einer sprudelnden Quelle, wenn wir es ankurbeln. Leben braucht immer Energie. Es liegt in unserer Verantwortung, unser Sein vielfältig zu gestalten, beweglich zu bleiben und Festgefahrenes immer wieder neu aufzubrechen. Der Glaube verwandelt unsere Versuche in erfülltes Leben, macht alles Unvollkommene ganz. Die Freude, Leben als Wandel zu begreifen und zu erfahren, erfülle und begleite uns.

  1. Station Grenzen

Es gibt keine Grenzen, weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.

Ingmar Bergmann

 

Grenzsteine, Mauern, Zäune, Vorurteile – es gibt viele Zeichen, um Grenzen zu markieren, um zwischen Hier und Dort, Ich und Du zu unterscheiden. Dies möge ein Ort der Träume werden, der Utopien der Hoffnungen. Jede und jeder ist eingeladen, grenzenlose Gedanken zu wagen und auf seine Lebensreise mitzunehmen.

  1. Station Geborgenheit

Geborgenheit und Liebe gehen Hand in Hand. Geborgenheit spiegelt sich immer in einem „Du“. Bei Gott dürfen wir sein mit unserem ganzen Leben, so wie wir sind. Im Geborgen-Sein, im Geborgenheit-Schenken wird das Göttliche in uns lebendig. In Momenten tiefster Geborgenheit öffnet sich der Himmel.

Wegbeschreibung

Nach der Auffahrt mit der Seilbahn Vigiljoch und dem Sessellift beginnt der Glaubensweg an der Bergstation des Sesselliftes. Über die Wege Nr. 8 und Nr. 7 führt die Route leicht abwärts zum Gasthaus Seespitz. Von dort geht es auf Weg Nr. 9 weiter bis zur Abzweigung links in Richtung Bischofskofel. Der Weg führt anschließend direkt zum St.-Vigilius-Kirchlein. Der Rückweg zum Ausgangspunkt erfolgt über die Wege Nr. 4a, Nr. 5 und Nr. 4 zurück zur Bergstation des Sesselliftes.

Empfohlene Ausrüstung

Keine, auch mit Zustiegs- oder niedrigen Wanderschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.

Anfahrtsbeschreibung

Talstation Seilbahn Vigiljoch - Bergstation Vigiljoch - Sessellift- Gasthaus Sessellift

Parken

Die Parkplätze an der Talstation der Seilbahn sind begrenzt und kostenpflichtig, daher empfehlen wir eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Seilbahn ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Busbahnhof Lana ist nur 3 Gehminuten von der Talstation entfernt. Nutze den gut ausgebauten öffentlichen Linienverkehr und die gute Anbindung an die Bahnhöfe von Marling, Meran oder Lana/Burgstall.

Buslinie 211 (Lana-Meran), Buslinie 214 (Lana-Völlan), Buslinie 215 (Citybus Lana), Buslinie 218 (Lanabus), Buslinie 245 (Meran-Lana-Ulten), Buslinie 246 (Meran-Lana-Gampenpass)

Aktuelle Fahrpläne finden Sie unter: www.suedtirolmobil.info

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