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Geschichte und Kultur
Südtirols Geschichte entdecken
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Geschichte und Kultur

Südtirols Geschichte entdecken

Als „unruhig“ kann man Südtirols Geschichte wohl am besten zusammenfassen. Trotzdem entwickelte sich Südtirol letztendlich zu einer der florierensten Regionen Italiens und gilt vor allem durch seine Autonomie und das vorbildliche Zusammenleben dreier Sprachgruppen und Kulturen als Vorbildregion Europas.

In der Vorgeschichte marschierte nicht nur Ötzi durch Naturns und das Meraner Land, sondern auch die Kelten und vor allem die Räter. Diese wurden beim dem Alpenfeldzug der Römer unterworfen und in der Folgezeit zurückgedrängt und rätoromanisiert. Ein Überbleibsel dieser Sprache findet man heute nur noch in den ladinischsprachigen Tälern Südtirols. Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches drangen vor allem bajuwarische Stämme in Südtirol ein und die Bevölkerung wurde germanisiert. Im Mittelalter regierten erfolgreich die Grafen von Tirol und vor allem Meinhard II. das Gebiet, das seinen Namen vom imposanten Schloss Tirol erhielt. Die Stadt wurde immer bedeutender und als Münzprägestatt wurde in Meran der „Kreuzer“ geprägt, der später namensgebend für die gesamte Währungseinheit werden sollte. Nach der Herrschaft von Meinhard II. verblasste der Ruhm, als die Grafschaft Tirol dem Habsburgerreich einverleibt, die Hauptstadt nach Innsbruck und die Münzprägestatt nach Hall verlegt wurde. Meran und die Dörfer ringsum versanken wieder in der Bedeutungslosigkeit, lebten von der Landwirtschaft und Handwerk und sahen sich mit Überschwemmungen, Bränden und dem aufkommenden Freiheitskampf im 19. Jahrhundert konfrontiert.

Nachdem Napoleon Österreich Tirol abgesprochen und den Bayern zugesprochen hatte und diese massive Reformen, durchsetzen wollten, regte sich im Volk der Widerstand. Als Held dieser z.T. erfolgreichen Kämpfe ging ein einfacher Wirt aus dem Passeiertal in die Geschichte ein: Andreas Hofer. Nach der Niederlage Napoleons wurde Tirol wieder Österreich einverleibt.

Nach dieser turbulenten Zeit begann Merans zweiter Frühling: Ärzte erkannten das gesundheitsfördernde und wohltuende Klima der Stadt, worauf Adelige, Intellektuelle und Staatsleute aus ganz Europa nach Meran kommen und ihr zu internationalem Ruhm verhalfen. Religionen vermischten sich, prächtige Villen und Parkanlagen entstanden und ein hochkarätiges Kulturprogramm hielt die illustre Gesellschaft bei Laune. Bis heute kann man den mondänen Charme Merans spüren!

Der erste Weltkrieg, Faschismus und die Wirren der Option prägen das weitere Geschehen im Meraner Land und ganz Südtirol. Nach langem Tauziehen zwischen den Regierungen in Wien, Bozen und Rom konnte für Südtirol die Autonomie erreicht werden, die den Südtirolern die Möglichkeit verschaffte, sich wirtschaftlich und kulturell selbstbestimmt zu entfalten. Lebensqualität, Voraussicht und Wohlstand haben die anfänglichen Konflikte zwischen den Sprachgruppen schnell die Schärfe genommen und trugen zu einem harmonischen Zusammenleben bei. Und das macht heute Südtirol so einzigartig: Eine imposante Natur, eine lebensfrohe Bevölkerung und die Vermischung der alpinen und südländischen Lebensart und Kultur.
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